Stahl

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Gedanken eines ThyssenKrupp-Kollegen zu den Bonus-Zahlungen für den Vorstand

Einen „kleinen“ Extra-Bonus gönnt sich der ThyssenKrupp-Vorstand für seine „Leistungen“ - so eine Dreistigkeit!, da kommt mir doch die Galle hoch!

Korrespondenz

... Aber warum eigentlich? Es ist doch längst "gute Sitte" im Hause ThyssenKrupp, dass sich unser Vorstand nach Belieben seine Taschen vollmacht. Und dass der Aufsichtsrat das wohlwollend durchwinkt, ist auch nicht wirklich neu, oder?

 

Andererseits: Im Aufsichtsrat sitzt doch ein Teil unserer Betriebsratsführung! Die sind aber im wahren Leben wohl ehrbare Co-Manager – deshalb haben sie nicht mal ein Veto gegen den Bonus eingelegt. Oder was habt Ihr erwartet, Kollegen?

 

Manche von meinen Kollegen haben bloß resigniert gesagt: „Da machste nix dran“. Aber viele hatten, wie ich, eine Riesen-Wut angesichts dieser unerträglichen Gier und Selbstbedienungsmentalität des Vorstands, während man uns erzählt, es wäre kein Geld da.

 

Wie wäre es denn, wenn jeder Elektriker für jede verlegte Steckdose und jeder Schlosser für jeden Meter verlegtes Rohr auch einen Bonus bekäme! Im Kapitalismus gibt es stattdessen eine Belohnung für die Vernichtung von 11.000 Arbeitsplätzen! Und das sollen wir uns alles gefallen lassen? Verwandeln wir doch unsere Wut in Widerstand! Nehmen wir uns ein Beispiel an den tapferen Kolleginnen und Kollegen vom Kaltwalzwerk I: de haben es sich nicht gefallen lassen, dass ihr Kollege einfach so rausgeschmissen wurde. Sie haben sich gewehrt und das war gut so! Glück Auf!