Nepal

Nepal

Gefahr des Widererstarkens reaktionärer Kräfte

Am Samstag, 5. Dezember, fand in der Hauptstadt Nepals, Kathmandu, wieder eine Pro-Monarchie-Demonstration statt, bei der Hunderte mit Nationalflaggen auf die Straße gingen, um ihre Unterstützung für die Wiedereinführung der konstitutionellen Monarchie zu fordern und Nepal zum Hindu-Staat zu erklären.

Korrespondenz aus Recklinghausen
Gefahr des Widererstarkens reaktionärer Kräfte
M.B. Singh (foto: CPI (ML) Red Star)

In seinem Pressestatement vom 17. November hat M. B. Singh, Generalsekretär der Kommunistischen Partei Nepals/Mashal (NCP/Mashal), vor dieser Entwicklung gewarnt. Dort heißt es: „Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit ausländischer Einmischung und ein hohes Risiko für die Integrität des Landes…. Erstens beansprucht der indische Imperialismus nepalesisches Territorium in Kalapani, Lipulek und Limpiyadhura als sein eigenes Territorium. Zweitens: Indien hat jetzt eine extrem hinduistisch-fundamentalistische Regierung. Es will Nepal zu einem hinduistischen Land machen und die Monarchie in Nepal wiederherstellen. Drittens will es die Terai-Region in Nepal spalten, und um diese Ziele zu erreichen, will es eine Änderung der nepalesischen Verfassung herbeiführen. ... Die NCP (Mashal) betont eine hohe Wachsamkeit gegenüber solchen Fragen. ...

 

Nun sind die Royalisten auf den Weg gekommen und fordern offen den Hindu-Staat und die Wiederherstellung der Monarchie. … Eine große Fraktion des nepalesischen Kongresses, die früher für Säkularismus und Republik war, befindet sich nun auf diesem regressiven Weg …. …Was Indien oder jedes andere imperialistische Land in Wirklichkeit will, ist eine Regierung in Nepal, die als ihre Marionette fungieren kann….“

 

M. B. Singh ordnet die Entwicklung in Nepal in die Weltlage ein und kommt zu dem Schluss: „Weltweiter Frieden, Nationalität und Demokratie sind in Gefahr. In diesem Zusammenhang ist es notwendig, eine globale Bewegung gegen imperialistische Kräfte zu initiieren. Für eine solche Bewegung will unsere Partei ein Bündnis mit antiimperialistischen und antifaschistischen Kräften eingehen. Unsere Partei begrüßt die von der ICOR ergriffene Initiierung, und unsere Politik ist es, bei einer solchen Initiierung den erforderlichen Beitrag zu leisten.“