Israel / Palästina

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Kulturinstitutionen wenden sich gegen BDS-Resolution des Bundestags

Mit einer gemeinsamen Initiative wenden sich Vertreter renommierter Kulturinstitutionen gegen den BDS-Beschluss des Bundestages. Sie sind nicht für den Boykott israelischer Kultur, weil sie den kulturellen und wissenschaftlichen Austausch für grundlegend halten. Sie wenden sich aber entschieden gegen die Resolution des Bundestags, weil „durch missbräuchliche Verwendungen des Antisemitismusvorwurfs wichtige Stimmen beiseitegedrängt und kritische Positionen verzerrt dargestellt“ (werden). Die Erklärung wurde unter anderen unterzeichnet von den Intendanten der Berliner Festspiele und dem Deutschen Theater Berlin, dem Generalsekretär des Goethe-Instituts, der Künstlerischen Direktorin der Kulturstiftung des Bundes, der Direktorin des Moses Mendelssohn Zentrums für Europäisch-Jüdische Studien und der Leiterin des Zentrums für Antisemitismusforschung an der TU Berlin.

 

Am 17. Mai 2019 hatte der deutsche Bundestag eine Resolution beschlossen, wonach die BDS-Bewegung (BDS = Boykott, Desinvestitionen, Sanktionen) antisemitisch sei. Die Resolution sei angeblich unverbindlich, dient aber als Leitlinie für zahlreiche Verbote israelkritischer Veranstaltungen. Die MLPD unterstützt die BDS-Bewegung.