Arbeiterkämpfe

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„Schluss mit Einschüchterung und Unterdrückungsmaßnahmen gegen kämpferische Stahlarbeiter!“

„Schluss mit Einschüchterung und Unterdrückungsmaßnahmen gegen kämpferische Stahlarbeiter!“ - das fordert eine Solidaritätserklärung der MLPD Duisburg-Niederrhein-Oberhausen mit den kämpferischen Stahlarbeitern vom Kaltwalzwerk 1 von ThyssenKrupp in Duisburg-Hamborn.

Von MLPD Kreis Duisburg-Niederrhein-Oberhausen
„Schluss mit Einschüchterung und Unterdrückungsmaßnahmen gegen kämpferische Stahlarbeiter!“
Kämpferische Stahlarbeiter am Stahlaktionstag auf den Düsseldorfer Rheinwiesen (rf-foto)

Für ihre mutige Streikaktion im Juni wurden sie jetzt mit einer schriftlichen Ermahnung gemaßregelt – ihr Weg des Kampfs soll nach dem Willen des Vorstands keine Schule machen. Hat der Vorstand doch gerade angekündigt, insgesamt 11.000 Arbeitsplätze im Konzern zu vernichten, das wären 10 Prozent der Belegschaft. 11.000 Arbeitsplätze, die unserer Jugend fehlen! Dagegen haben die Kollegen im Juni ein Zeichen gesetzt, dass der Angriff auf unsere Arbeiterinteressen nicht hingenommen werden kann. Sicher freuen sie sich deshalb auch über Solidarität aus anderen Werksteilen und aus anderen Betrieben.

In der Solidariätserklärung der MLPD, die den Kollegen persönlich übergeben wurde, heißt es:

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, für die Streikaktion und den Kampf für die Übernahme befristeter Kollegen im KW 1 im Juni wurde bisher zwölf Kollegen eine schriftliche Ermahnung durch die Personalabteilung erteilt. Diese Unterdrückungsmaßnahme ist ein Angriff auf unsere demokratischen Rechte und unsere Würde. Damit muss sofort Schluss sein – die Ermahnungen müssen zurückgenommen und aus der Personalakte entfernt werden! Dafür und für Euren weiteren Kampf habt Ihr unsere uneingeschränkt Solidarität und Unterstützung!

 

Als Euer langjähriger Kollege trotz Übernahmeversprechen im Juni rausfliegen sollte, habt Ihr mutig die Initiative ergriffen und Euch völlig zu Recht gewehrt. Über das Kaltwalzwerk 1 hinaus bekamt ihr Unterstützung und nicht wenige sehen Euch als Vorbild. Nicht wenige Kollegen sagten: „Die machen es richtig – das hätten wir schon längst so machen müssen.“ Die Absicht des Vorstands, uns mit dem Motto „gemeinsam aus der Krise“ zum Stillhalten zu verpflichten, war offensichtlich gescheitert.

 

Die weitgehenden Pläne zur Konzernzerschlagung sind nicht vom Tisch, ihre Umsetzung hat gerade erst begonnen. Das fordert einen konsequenten Kampf um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz heraus. Ihr habt ganz praktisch erlebt, dass und wie die MLPD Arbeiterkämpfe tatkräftig unterstützt. Genauso muss die IG Metall als Kampforganisation handeln. Einzelne Funktionäre verweigern aber die Solidarität mit dem vorgeschobenen Argument, nichts hoch kochen zu lassen. Es kocht doch schon längst: Marode Anlagen, dauernde Unterbesetzung, ungenügende Corona-Schutzmaßnahmen und der begonnene Abbau von Arbeits- und Ausbildungsplätzen. Heute wird bekannt, dass das Grobblechwerk in Hüttenheim endgültig vor dem Aus steht – ein Grund mehr, nicht abzuwarten was kommt sondern konzernweit als Belegschaft zu handeln. Luftblasen wie die von „sozialverträglichen Lösungen“ und das ganze Co-Management sind geplatzt. Und was Staatsbeteiligung für uns bringt, zeigt das Beispiel VW: erst Dieselbetrug, jetzt radikaler Arbeitsplatzabbau.

 

Euer Weg, mutig zu kämpfen – nicht nur für die eigenen Interessen, sondern für alle Kollegen und für die Zukunft der Jugend – soll auf keinen Fall Schule machen! Deshalb die Ermahnungen, deshalb auch die versuchte Spaltung und subtile Hetze, sich „besser nicht mit der MLPD einzulassen.“ Aber auch das habt Ihr selbstbewusst gekontert: Die Streikaktion war unsere ureigenste Entscheidung, die wir gemeinsam und demokratisch getroffen haben. nDarauf könnt Ihr stolz sein – jetzt erst recht!

 

Wir wünschen Euch und uns gemeinsam viel Erfolg für die kommenden Herausforderungen und Kämpfe und senden Euch

herzliche und solidarische Grüße