Katholische Kirche

Katholische Kirche

Sumpf der Vatikanfinanzen und ein hilfloser Papst

Vorweg: Es geht hier um die Institution Katholische Kirche und ihre Leitung durch den Vatikan, nicht um die religiöse Überzeugung der Masse der Katholiken, die wir respektieren ohne sie zu teilen.

Von jgä

Kardinal Becciu (inzwischen entmachtet) verwaltete im Vatikan ohne Kontrolle die Kasse des sogenannten „Peterspfennigs“, einer Spende für Arme, die direkt an den Papst geht. Ging das Geld nun an die Armen? Mitnichten! Von den ca. 750 Mio. Euro bei seinem Amtsantritt bekam allein die Geliebte Beccius ca. 500 000 Euro, die sie in Luxusgeschäften ausgab. Andere Gelder flossen als Provisionen in die Schweiz oder nach Dubai, andere an eine nicht existierende Bank in Süditalien.

 

Allein das Investment in eine Luxusimmobílie in London kostete den Vatikan am Ende ca. 350 Mio. Euro. Der Makler für dieses „Geschäft“ wurde mit 49 Mio. Euro abgefunden und ein weiterer Makler, ein in Italien bekannter Wirtschaftskrimineller, bekam schon mal 15 Mio. Euro Handgeld. Diese Verhältnisse sind nicht neu und kein Einzelfall.

 

Das war schon immer so – siehe z. B. das Rote Fahne Magazin 5/12 („Sanierer aus einem Paradies der Profiteure vertrieben“). Schon die Reformation wurde durch das Finanzgebaren des Vatikans ausgelöst. Und Papst Franziskus? Sicher vertritt er teilweise fortschrittliche kapitalismuskritische Positionen. Sicher hatte er sich bemüht, der Korruption Herr zu werden. Aber: Erfolglos. „Werde ich die Korruption besiegen? Ich versuche es, aber ich bin Pessimist. Die Kirche war immer eine Sünderin.“¹ Das ist eine Kapitulationserklärung. Diese Herrschaft von Geld, Macht, Sex und moralischer Heuchelei und Verkommenheit im Vatikan hat er nicht ändern können.