250. Geburtstag

250. Geburtstag

Happy Birthday Ludwig – Zitate von und über Beethoven

Wahrscheinlich am 16. Dezember 1770 – heute vor 250 Jahren - wurde Ludwig van Beethoven in Bonn geboren. Am 17. Dezember wurde er getauft. Über seine Musik und seine politische Haltung haben das "Rote Fahne Magazin" und "Rote Fahne News" schon einiges veröffentlicht. Zum runden Geburtstag daher heute nur ein paar Zitate von und über Beethoven:

Von cg
Happy Birthday Ludwig – Zitate von und über Beethoven
(foto: gemeinfrei)

Der französische Schriftsteller Romain Rolland:

„Seine ganze Sympathie ging mit der Revolutionsidee. Er liebte das republikanische Prinzip. … Er war ein Anhänger der unbegrenzten Freiheit, der nationalen Unabhängigkeit. Er wollte, daß alle an der Leitung des Staates mitwirken sollten. ... Er wollte für Frankreich das allgemeine Wahlrecht und hoffte, daß Bonaparte es einsetzen und so den Grund zum Glück der Menschheit legen würde.“

 

Daher widmete Beethoven 1803 seine 3. Sinfonie, die Eroica, zunächst Napoleon. Wütend kratzte er aber den Würdigungsnamen „Bonaparte“ aus der Originalpartitur, als er 1804 von der Kaiserkrönung Napoleons erfuhr: „...er wird sich nun höher, wie alle anderen stellen, ein Tyrann werden!“¹

Respektlos war er gegenüber dem Feudaladel:

„... Könige und Fürsten können wohl Professoren machen und Geheimräte und Titel und Ordensbänder umhängen, aber große Menschen können sie nicht machen...“

 

Nach einem Treffen mit Goethe bemerkte er: „Göthe behagt die Hofluft sehr, mehr als einem Dichter ziemt.“

 

Und Goethe über Beethoven: „Zusammengefaßter, energischer, inniger habe ich noch keinen Künstler gesehen… .“ „Sein Talent hat mich in Erstaunen gesetzt; allein, er ist leider eine ganz ungebändigte Persönlichkeit, die zwar gar nicht unrecht hat, wenn sie die Welt detestabel (verabscheuungswürdig; Anm. d. Verf.) findet, aber sie freilich dadurch weder für sich noch für andere genußreicher macht.“

 

Im Brief an eine zehnjährige Verehrerin, Emilie M. aus Hamburg, vom 17. Dezember 1812 brachte er seine Verachtung der Herrschenden und seine Liebe zum Volk zum Ausdruck: „Vielleicht würde ich lieber zu Dir, zu den Deinigen kommen, als zu manchem Reichen, bei dem sich die Armut des Inneren verrät… .“

Einem Freund schrieb er über seine schöpferische Unrast:

„Jeden Tag gelange ich mehr zu dem Ziel, was ich fühle, aber nicht beschreiben kann. Nur hierin kann Dein Beethoven leben. Nichts von Ruhe – ich weiß von keiner anderen als dem Schlaf... . Oh, es ist so schön, das Leben, tausendmal leben! – Für eines stilles Lebens, nein, ich fühl's, ich bin nicht mehr dafür gemacht.“

 

Beethoven litt unter dem Zwang, seine Musik verkaufen zu müssen, um zu existieren. Daraus entwickelte er eine utopisch-sozialistische Vision für ein Künstler-Leben: „...nun wäre das saure Geschäft vollendet, ich nenne das so, weil ich wünsche, daß es anders in der Welt seyn könnte. Es sollte nur ein Magazin der Kunst in der Welt sein, wo der Künstler seine Kunstwerke nur hinzugeben hätte, um zu nehmen, was er braucht, so muss man noch ein halber Handelsmann dabej sein... .“

 

Für Josef Stalin war die 9. Sinfonie „die richtige Musik für die Massen“, die „nicht oft genug aufgeführt werden“ könne.

 

Der revolutionäre russische Komponist Dimitri Schostakowitsch schrieb 1970: „Die Musik Beethovens zeichnet sich durch ungemeine Aktivität aus. Sie ist vom Drang nach Umgestaltung der Welt erfüllt. Ihr Held ist dazu berufen, die Ideen des sozialen Fortschritts im Leben zu verkörpern. Aktion, Kampf, Überwindung der Widersprüche sind ihr Hauptinhalt. Die Erziehung des heroischen Charakter im Menschen ist ihre Haupttendenz.“

 

Hier der Bericht aus Rote Fahne 8/2020 über Beethoven

 

Ein Bericht über Lenin und Beethoven von Rote Fahne News

 

Beethovens "Ode an die Freude" gespielt als Flashmob in einem Sonntagskonzert von Rote Fahne News