Landesarbeitsgericht Hamm

Landesarbeitsgericht Hamm

Weiterer Erfolg für die Bergleute

Heute begannen in Hamm die ersten von fast 150 Prozessen in zweiter Instanz über die Kündigungsschutzklagen der Kumpel gegen die RAG. Die RAG war vor das LAG Hamm gezogen, weil sie sich mit ihrer Niederlage in der ersten Instanz nicht abfinden wollte. Mit Spannung erwarteten Bergleute und solidarische Mitstreiter von Kumpel für AUF, BergAUF, Kollegen und Freunde, sowie von der MLPD, wie das Landesarbeitsgericht in Hamm urteilt.

Von Kumpel für AUF Walsum
Weiterer Erfolg für die Bergleute
Bild vom Prozess von Anfang diesen Jahres in Gelsenkirchen. Auch hier gab es einen Erfolg gegen die RAG (rf-foto)

Schließt sich das Landesarbeitsgericht in Hamm dem Urteil des Landesarbeitgerichts in Düsseldorf (siehe hier) an, vor dem Kumpel, die vom Rechtsanwalt Peter Weispfenning vertreten wurden, klagten, dass die betriebsbedingten Kündigung der sogenannten nichtanpassungsberechtigten Bergleute nicht rechtens war? Ja, das hat es! Und es hat ebenso eine Revision nicht zugelassen! Also ein weiterer Etappensieg. Herzlichen Glückwunsch!

 

Bei den Kundgebungen vor und nach den Prozessterminen, zu denen die Bergarbeiterinitiative Kumpel für AUF und das kommunalpolitische Bündnis BergAUF Bergkamen eingeladen hatten, wurde in den solidarischen Grüßen und Beiträgen deutlich, wie dieser Erfolg seinen Ausgangspunkt darin hat, konsequent von den Arbeiterinteressen auszugehen.

 

Die RAG steht inzwischen wachsender Kritik und wachsendem Protest gegenüber - an der ganzen Bandbreite ihrer Politik der verbrannten Erde. (siehe hier). Gerade dieser Zusammenschluss der Arbeiter- und Umweltbewegung, von jungen und alten und die Überwindung der Spaltung in Anpassungsberechtigte – Nichtanpassungsberechtigte, und durch den Antikommunismus haben diesen Kampf gestärkt und die RAG weiter in die Defensive gebracht.

 

Von heute ging klar die Botschaft aus: Arbeitsplätze dürfen und werden nicht aufgegeben! Ein Kumpel sagte zu seiner Entscheidung, warum er auch das höhere Abfindungsangebot der RAG abgelehnt hat „Das ist keine Lösung für mich. Ich ziehe das jetzt durch bis zum Schluss. Verlieren kann man immer, aber nicht ohne Kampf. Man muss es versuchen!“

 

Die Arbeiter müssen in die Offensive gehen. Es ist heute schon klar, dass die RAG nicht klein bei gibt. Deshalb wird weitergekämpft: Um die Nachzahlung der Löhne, Weiterbeschäftigung, Erhalt der Grubenwasserhaltung, usw.

 

Das braucht langen Atem, die Kumpel müssen sich noch breiter und fester zusammenschließen. Es gilt, sich besser zu organisieren und auch Fragen zu klären, wie eine Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung erreicht und gehalten werden kann.