Wuppertal

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Dem Sänger der Freiheit Gustav-Adolph Uthmann

Vor 100 Jahren starb dieser große Arbeiterliedermacher aus Wuppertal/Barmen.

Korrespondenz
Dem Sänger der Freiheit Gustav-Adolph Uthmann
Uthmann-Denkmal im Barmer Nordpark (rf-foto)

Er machte eine Färberlehre, erlernte darüber hinaus Geige, Klavier, Posaune, die Kunst des Komponierens, leitete neben seiner Berufstätigkeit als Färber einen Arbeiterchor und dirigierte acht weitere Chöre.

 

G.A. Uthmann komponierte Lieder und vertonte Gedichte von Ferdinand Freiligrath und Georg Herwegh und schuf rund 400 Lieder, deren Texte von der Arbeiterbewegung, Freiheit und Frieden handelten. Zu den bekanntesten Werken gehören “Weltenfriede”, “Die Freiheit mein Lied”, “Empor zum Licht” und “Tord Foleson”. Er war zu seiner Zeit in ganz Deutschland und in vielen Ländern bei Arbeiterchören sehr bekannt und beliebt.

 

Nach seinem Tod 1920 wurde ihm 1930 auf Betreiben der Arbeiterchöre im Barmer Nordpark ein Denkmal errichtet. Die Einweihung war verbunden mit dem Jahrestreffen der deutschen Arbeiterchöre und 10.000 Arbeitersänger und -sängerinnen aus dem In- und Ausland reisten dazu an.

 

Das Denkmal wurde später durch die Hitler-Faschisten zerstört und nach dem 2. Weltkrieg wieder aufgebaut. In einem Rondell mit 18 Metern Durchmessern steht es als 6,30 Meter hoher Pfeiler aus Ruhrkohlensandstein.

 

Die Gedenktafel mit Bild von G.A. Uthmann zeigt die Inschrift:

„Dem Sänger der Freiheit
G. Adolph Uthmann
1867 - 1920
Zum Gedenken
Deutscher Allg. Sängerbund“

 

Das Denkmal und der schöne Nordpark sind einen Besuch wert verbunden mit ausgedehnten, leichten Spazierwegen, zahlreichen Bänken, dem Rotwildgehege einem Skywalk mit toller Aussicht auf Wuppertal, Kinderspielplätzen, Kleinfußballfeld, Trimm-Geräten und für die Nachcoronazeit auch einem großen neu restaurierten Ausflugslokal. Von dort sind auch das Engels-Haus- und -Denkmal schnell erreichbar.

 

Für Ortsfremde ist der Nordpark am besten über die A 46 zu erreichen, Nähe Ausfahrt Wichlinghausen.