Demokratische Föderation Nordostsyrien (Rojava)

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„Syrische Kurden zwischen türkischer Bedrohung und russischem Druck eingeklemmt"

Zur aktuellen Lage in Ain Issa schreibt das fortschrittliche Online Magazin „Al-Monitor“:

Die kurdisch kontrollierte Stadt Ain Issa ist zum Brennpunkt neuer Spannungen im Nordosten Syriens geworden, da die Türkei eine neue Militäroperation zu vorzubereitem scheint, um die kurdischen Errungenschaften noch vor dem Amtsantritt des designierten US-Präsidenten Joe Biden zunichte zu machen.

 

Die russische Reaktion auf die türkische Drohung erinnert an das Szenario, das 2018 zur Einnahme der mehrheitlich kurdischen Region Afrin durch die Türkei führte. Um einen türkischen Vorstoß zu verhindern, hatten die Russen die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) gedrängt, die Kontrolle über das Gebiet an die syrische Regierung abzutreten. Die YPG weigerte sich, was Russland dazu veranlasste, stillschweigend grünes Licht für den türkischen Einmarsch zu geben. Lokalen Quellen zufolge drängen die Russen die Kurden nun zur Übergabe von Ain Issa an die syrische Regierung und warnen sie, dass das türkische Militär und verbündete Milizen entschlossen sind, die Stadt einzunehmen.

 

Eine ähnliche Formel wie in Qamischli ist angeblich auch auf dem Tisch. Als die Kurden 2012 die Kontrolle über die mehrheitlich von Kurden bewohnte Stadt übernahmen, stimmten sie zu, die Kontrolle über den Flughafen und ein Gebiet mit öffentlichen Gebäuden Damaskus zu überlassen.“

 

Anmerkung der Rote Fahne Redaktion

Wir halten es nicht für richtig, von "die Russen" zu sprechen, sondern schreiben stattdessen vom neuimperialistischen Russland und von der russischen Regierung.