Augsburg / Hamburg

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Solidarität gegen Morddrohungen türkischer Faschisten

"Rote Fahne News" hat mehrere Solidaritätserklärungen mit dem Augsburger Sami Baydar veröffentlicht, der auf Instagram von türkischen Faschisten mit Mord bedroht wurde.

Solidaritätserklärung

Jetzt machten die österreichische Grünen-Politikerin Berîvan Aslan, die Ko-Vorsitzende der Linksfraktion in der Hamburger Bürgerschaft, Cansu Özdemir, die Bundestagsabgeordnete Gökay Akbulut, der Aktivist und Sozialwissenschaftler Kerem Schamberger, der kurdische Journalist Nuri Akman und Sami Baydar selbst in einer gemeinsamen Erklärung eine Welle von Morddrohungen durch türkische Faschisten öffentlich. Die Drohungen gehen von Accounts wie „Jitemci.turkeyy“ aus. In den Botschaften heißt es zum Beispiel: „Gute Nacht, der Tod wird dich finden – Jitem“. Die Drohung ist mit einem Bild versehen, auf dem ein Mann ein Schnellfeuergewehr hält.

JITEM – mörderischer Geheimdienst

Der Accountname spielt auf den türkischen Militärgeheimdienst JITEM an, der in den 1990-er Jahren Tausende Menschen „verschwinden“ ließ. Die Knochen der oft zu Tode Gefolterten tauchten unter anderem in Massengräbern und sogenannten Todesbrunnen in Şirnex (türk. Şırnak) wieder auf. Tausende sind bis heute verschwunden.

Drohungen werden von der AKP-Regierung bestärkt

In der Erklärung heißt es: „Der Hass türkischer Faschisten richtet sich besonders gegen uns als aktive Kurdinnen und Kurden, Armenier und Armenierinnen, Juden, Jüdinnen, gegen Linke sowieso. Bestärkt werden sie dabei von ganz oben, also von der türkischen AKP-Regierung - dies ist ein offenes Geheimnis.“

Übergriffe türkischer Faschisten haben zugenommen, werden jedoch verharmlost

Weiter erklären die Unterzeichner: "Der Einfluss extrem rechter und ultra-nationalistischer türkischer Organisationen ist in den vergangenen Jahren bundesweit gewachsen. Die Sicherheitsbehörden verharmlosen die Angriffe und Bedrohungen als ‚eruptive Gewalt‘, die es ‚situationsbedingt‘ immer wieder mal gebe.“

„Wir lassen uns nicht mundtot machen“

Die Erklärung schließt mit den Worten: "Wir lassen uns nicht einschüchtern - nicht von allen bisherigen Angriffen und auch nicht von diesem. Ganz im Gegenteil, für uns heißt es nur noch mehr: Weiterkämpfen gegen Nationalismus und Faschismus. Dabei setzen wir auch auf eure Solidarität!“

 

Hier die Erklärung