Corona

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Trotz Impfstoff : Zwei Drittel der Menschheit wohl bis 2024 ungeschützt!

Die Mediziner-Plattform im Internationalistischen Bündnis hat am 28. Dezember auf die katastrophale Lage bei den Impfungen international hingewiesen.

Korrespondenz

Laut Oxfam haben mindestens bis 2022 oder gar bis 2024 zwei Drittel der Menschheit keinen Zugang zu Impfstoff. Das British Medical Journal schreibt, dass Staaten mit 14% der Weltbevölkerung sich schon 51% der Impfstoffdosen reserviert haben. Die panafrikanische Zeitung The Continent rechnet vor: nach eigenen Angaben kann Pfizer 2021 1,3 Milliarden Impfstoffdosen produzieren. Davon haben die USA, Kanada, die EU, Japan und Großbritannien schon 1,1 Milliarden reserviert. Bleiben für den Rest der Welt 200 Millionen Dosen. Für den gesamten Rest der Welt! Um aber allein 60% der Afrikaner zu impfen, sind 1,5 Milliarden Dosen nötig. Und dort beginnt gerade die zweite Welle mit bisher – Stand letzte Woche – 2,5 Millionen Infizierten.

 

Das Ganze ist ein ungeheurer systembedingter Skandal. Oxfam fordert einen Impfstoff, der kostenlos und fair verteilt wird. Staaten wie Indien und Südafrika werben seit langem für einen ungehinderten Zugang zu Impfstoffen und fordern ein Verbot, hierfür Patente zu erteilen. Die Forderungen der Medizinerplattform sind auf diesem Hintergrund sehr wichtig und verdienen umfassende Verbreitung. Das internationalistische Denken muss sich auch hier nachhaltig durchsetzen. Statt wie Oxfam ein „kaputtes System“ als Ursache nur zu beklagen, gilt es v.a. die internationale Bewegung der ICOR zur Abschaffung dieses überlebten und mörderischen Systems zu stärken!