Flüchtlingslager

Flüchtlingslager

Was möglich wäre!

Die "Neue Züricher Zeitung" (NZZ-online) von heute meldet: das Auswärtige Amt in Deutschland hat Mitte März zusammen mit Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften eine beispiellose Rückholaktion für rund 240.000 deutsche Ferien- und Geschäftsreisende initiiert.

Von wr

Für Individualtouristen und andere Reisende organisierte das Auswärtige Amt selbst 260 Charterflüge und zwölf teilweise gecharterte Flüge, die rund 67.000 Reisende aus insgesamt 65 Ländern zurückgebracht haben.

 

Es ist eine Schande, wenn sich die deutsche Regierung, die sich ja so human in der Welt gibt, davor gedrückt hat, einige 10.000 geflüchtete Menschen aus dem Elend auf Lesbos und in anderen Flüchtlingscamps mit verheerenden Zuständen zu retten. Wie sagten doch viele führende Regierungspolitiker - zum Beispiel Innenminister Horst Seehofer - man könne nicht die ganze Welt retten?

 

Von den Kosten her wäre es ein Klacks im Vergleich zu den Milliarden, die für die Monopole im Krisenjahr 2020 bereitgestellt wurden. Die Drückebergerei hat einen Namen: Rassismus und imperialistische Politik. Dass sie die Welt retten, erwarten wir nicht von imperialistischen Regierungen. Denn wie es in dem vor 150 Jahren entstandenen Lied „Die Internationale“ heißt: „Uns aus dem Elend zu erlösen, können wir nur selber tun!“

 

Evakuierung der Flüchtlingslager auf dem Balkan und in Griechenland, Räumung der Corona-Hotspots, menschenwürdige Unterbringung der geflüchteten Menschen, Beschleunigung ihrer Asylverfahren - das können und müssen wir gemeinsam den Herrschenden in hartem Kampf abringen!