Türkei

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Bergleute von Soma fordern Einhaltung der Zusage vom Dezember 2020

Im Dezember 2020 haben die Bergleute von Soma einen Marsch nach Ankara organisiert.

Von mm

Seit dem Jahr 2014, als bei einem katastrophalen Unglück mindestens 301 Bergleute ums Leben kamen fordern sie ihre Entschädigungen. Sie brachen ihren Marsch nach Ankara ab, als Innenminister Süleyman Soylu zusagte, dass sie im Januar 2021 ihre ausstehenden Gelder (Lohn und Entschädigung) ausgezahlt bekommen.

 

Damals forderte die Bergarbeiterzeitung Vortrieb völlig zu Recht: „Wir müssen wachsam sein und auch international beobachten, dass das tatsächlich erfolgt“.

 

Jetzt erklärte der Gewerkschaftsvorsitzenden Tahit Cetin , dass die Soma AS das dortige Bergwerk an Yeni Anadolu verkauft habe. Somit müsse der neue Betreiber die Abfindungen an die Bergleute bezahlen. Der neue Betreiber sage, die Bergleute erhielten nur die Abfindungen für zwei Jahre, egal wie viele Jahre sie auf dem Buckel haben. Davon sind 3234 Bergleute betroffen.

 

Viele Bergleute in Soma vermuten, dass der neue Eigentümer Yeni Anadolu nur eine Art Strohmann ist und in Wirklichkeit der alte Eigentümer nach wie vor die Fäden zieht.

 

Der Prozess gegen den im Jahr 2014 für die Katastrophe verantwortlichen Eigentümer ist im Übrigen bis heute nicht zum Abschluss gekommen!

 

Jetzt ist internationaler Protest dagegegn angesagt, dass den Bergleuten ihr Erfolg durch den Marsch hintenrum wieder genommen werden soll.