Corona

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"Was taugen Masken?“

Bei den Mund-Nasen-Masken, die aktuell in der Corona-Pandemie im Einsatz sind, gibt es zwei Problembereiche. Der erste Bereich betrifft das Material: Wie durchlässig ist es? Der zweite Bereich betrifft den Sitz der Maske: Wie viel Luft (Aerosole) geht neben der Maske rein und raus?

Von Günter Wagner, Facharzt für Allgemeinmedizin, Gelsenkirchen
"Was taugen Masken?“
Günter Wagner (rf-foto)

Masken aus Stoff und auch die „chirurgischen Masken“ schützen vor allem mein Gegenüber vor meinen Tröpfchen, die beim Atmen und Sprechen austreten. Sie sind kaum ein Schutz für den Träger. Aerosole mit Viren gehen durch die Maske hindurch und an den Seiten vorbei. Bei allen Masken muss auf einen dichten Schluss an den Seiten geachtet werden. Eine Maske, die das nicht gewährleistet, kann ich nicht empfehlen.

 

FFP2-Masken schützen recht gut gegen Viren und auch Aerosole. Diese Masken sind für den täglichen Gebrauch beim Einkaufen, bei der Montagsdemonstration, auf Straßen mit Maskenpflicht geeignet.

 

Die besten Masken sind die FFP3-Masken. Sie schützen auch das Gegenüber am Besten.


Ich empfehle Masken mit zwei Gummizügen (ein Zug über den Kopf und einer im Nacken) und mit einem Polster auf der Innenseite (zumindest über der Nase). Durch die beiden getrennten Gummizüge und das Polster sitzen die Masken recht fest. Das verhindert es am besten, dass Luft an den Seiten ein- und austreten kann. 

 

Ich empfehle, eine FFP3-Maske zu tragen, wenn man mit anderen Leuten in einem Raum ist, z. b. im Büro, im Bus usw.. Auch wenn das Atmen mit einer solchen Maske schwerer fällt.

 

Solche Masken müssten umsonst verteilt werden. Man sollte immer zertifizierte Masken tragen. Die besten Masken aber bringen nicht viel, wenn man nicht strikt die Trageanweisungen beachtet.