IHG Duisburg / thyssenkrupp Steel (tkSE)

IHG Duisburg / thyssenkrupp Steel (tkSE)

5,5 Prozent mehr Lohn dafür auch Streik!

Heute früh haben ca. 100 von 150 Kollegen der IHG Duisburg, für zweieinhalb Stunden einen Warnstreik auf dem Gelände von thyssenkrupp Steel (tkSE) in Duisburg durchgeführt. Die IHG führt als Werksvertragsfirma Industriereinigung bei tkSE und anderen Stahlkonzernen durch.

Korrespondenz aus Duisburg
5,5 Prozent mehr Lohn dafür auch Streik!
Bild vom Warnstreik (rf-foto)

Die IHG-Kollegen arbeiten unter schwersten Bedingungen auf der Hütte und sind Stahlarbeiter. Sie bekommen aber weit weniger als die Kollegen von tkSE, nur den Tarif für Industriereinigung der IG Bau. Gegen diese Spaltung fordern sie völlig zu Recht 5,5 Prozent mehr Lohn. Das sie bereit sind zu kämpfen, haben sie mit dem zweiten Warnstreik vor der nächsten Verhandlungsrunde am Freitag gezeigt.

 

Es ist an Frechheit nicht zu überbieten, dass die Betriebsleitung stattdessen einen zwanzigprozentigen Lohnverzicht ins Spiel bringt. Das gehe nicht anderes - angeblich wegen Corona. Die Redner griffen an, dass die Kollegen trotz Corona durchmalochen und wegen Corona auch noch unter schwereren Bedingungen. Gleichzeitig hat sich der Geschäftsführer ins Homeoffice verabschiedet. Die Kollegen sind bereit für die Forderung zu streiken! Sie sind zu 97 Prozent in der IG Bau sehr gut organisiert.

 

Die Geschäftsführer der IHG oder Vorstände von tkSE fürchten den gemeinsamen Kampf der Stahlarbeiter. Gerade in der jetzigen tiefsten Weltwirtschafts- und Finanzkrise ist der Kampf der Arbeiter notwendig. Gerade vor dem Hintergrund, das thyssenkrupp Tausende Arbeitsplätze vernichten will.

 

Zudem haben sie die breite Unterstützung unter der Belegschaft von tkSE. Angelika Wagner, Vorsitzende des DGB Duisburg unterstützt die Forderung und überbrachte solidarische Grüße. Andrea Randerath und Markus Stockert überbrachten die solidarischen Grüße der Vertrauenskörperleitung der IG Metall tkSE. Sie betonten, wie wichtig es ist, das wir uns organisiert und im Kampf durchsetzen. Deswegen spielt die Tarifrunde eine wichtige Rolle und fördert auch die Diskussion bei tkSE zur Forderungsaufstellung in den Stahlbetrieben zur anstehenden Stahltarifrunde.

 

Auch die MLPD Duisburg-Niederrhein-Oberhausen hat sich mit den IHG-Kollegen solidarisch erklärt. Hier geht es zu ihrem Solidaritätsschreiben!"