Tübingen

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Linke Demo gegen das gescheiterte Corona-Krisenmanagement der Regierungen

Heute zogen ca. 200 meist jüngere Leute bei einer „linken Demo gegen das Corona-Krisenmanagement“ durch die Tübinger Innenstadt. Mittendrin dabei Aktivistinnen der MLPD, von Solidarität International, des Frauenverbands Courage, auch einzelne Anhänger der Linkspartei, so die Bundestagsabgeordnete Heike Hänsel.

Korrespondenz

Organisiert war die Aktion von Leuten aus dem autonomen Spektrum unter dem (antiautoritären) Motto “Solidarität statt Autorität“. Gut war in den insgesamt acht Redebeiträgen, dass klare Kante gegen die faschistische Querfront-Strategie gezeigt wurde. Die Solidarität mit Geflüchteten auf der ganzen Welt, auch gerade in den neuen Lagern auf den Kanaren, wurde propagiert, und Innenminister Horst Seehofer als extrem nationalistisch und rassistisch angegriffen.

 

Eine alleinerziehende Mutter beschrieb ihren Alltag mit ihrem geliebten neun-jährigen Sohn und die Zerreißprobe, der sie ausgesetzt ist. Das reaktionäre Krisenmanagement, die Schonung der Großindustrie wurde angegriffen. Im Hinblick auf weitere Aktionen wollen wir eine Zusammenarbeit mit den Initiatoren anstreben, die wir zum Teil aus dem Kampf gegen Abschiebungen und gegen das Cyber-Valley Tübingen kennen. Diese erste Demonstration soll „der Auftakt sein zu einer weiteren lokalen Vernetzung, um eine linke Kritik am herrschenden Umgang mit der Pandemie zu entwickeln und Alternativen aufzuzeigen“, so die Initiatoren.

 

Erfolgreich verteilten wir den aktuellen Aufruf der MLPD zum konzentrierten, vollständigen Lockdown sofort! Die Courage-Frauen verteilten den Flyer zur Corona-Pandemie. Beides war das einzige schriftliche Material und schnell vergriffen. Einzelne Unterschriften unter den Aufruf „Gib Antikommunismus keine Chance!“ konnten wir kriegen und wichtige Diskussionen darüber führen, auch mit Leuten, die (noch) nicht unterschrieben.

 

Eine Genossin übergab mir anschließend ihre im privaten Bereich im Dezember und Januar gesammelten Unterschriften gegen den Antikommunismus: sie sagte stolz: „Es sind 50!“