Philippinen

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100.000 Pesos Kopfgeld auf Windel Bolinget ausgesetzt

Am 20. Januar wird bekannt, dass die Polizei von Kalinga eine Belohnung von 100.000 Pesos – das sind 2080 US-Dollar - für Informationen über den Aufenthalt von Windel Bolinget, dem Vorsitzenden der Cordillera Peoples Alliance (CPA), ausgesetzt hat.

Korrespondenz aus Heidelberg
100.000 Pesos Kopfgeld auf Windel Bolinget ausgesetzt
Windel Bolinget (foto: Bulatlat)

In den Städten Benguet, La Trinidad und Baguio, die alle in den Kordilleren gelegen sind, werden Poster mit „Gesucht-wird“-Aufdruck aufgehängt. Unmittelbar darauf erlässt der Polizeidirektor der Regionalstelle der Kordilleren, Rwin Pagkalinawan die Anordnung, Windel Bolinget zu erschießen, sollte er sich einer Festnahme wiedersetzen. Die Cordillera Peoples Alliance erklärt dazu, dass es von Anfang klar war, dass man Bolinget keine Chance geben will, sich in einem ordentlichen Gerichtsverfahren zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen, zu äußern und zu verteidigen.

 

Die Dachorganisation der Indigenen, Sandugo (Bewegung der Moro und Indigenen Völker für Selbstbestimmung) erklärt sich mit Windel solidarisch und kritisiert das Verhalten der Polizei entschieden. Auch der Abgeordnete der fortschrittlichen Parteiliste Bayan Muna (Das Volk an erster Stelle), Carlos Zarate, verurteilt die Anordnung von Pagkalinawan scharf. Er fordert dessen sofortige Widerrufung. Laut Zarate will Windel alle rechtlichen Möglichkeiten nutzen, damit die Anklage gegen ihn fallengelassen wird. Bolinget hat Mindanao 2018 in keinem Gebiet betreten.

 

Am 21. Januar dann hat sich Windel Bolinget freiwillig beim Nationalen Büro für Untersuchungen gemeldet und um Schutz seiner Person gebeten, um die Vorwürfe, die gegen ihn erhoben werden, vor einem kompetenten Gericht zu erwidern.