Zum 120. Todestag des bedeutenden Komponisten

Zum 120. Todestag des bedeutenden Komponisten

Giuseppe Verdi und die „Musik der Kanonen“

Giuseppe Verdi starb vor 120 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls. Damit endete das Leben eines der bedeutendsten Komponisten des 19. Jahrhunderts. Seine Opern wie „Nabucco“, „Aida“, „Don Carlos“ oder „Rigoletto“ gehören auch heute noch zum Kernbestand des Opernrepertoires und werden immer wieder von bekannten Interpreten aufgeführt.

Von hk
Giuseppe Verdi und die „Musik der Kanonen“
Giuseppe Verdi um 1850 (foto: gemeinfrei)

Verdi stammte aus einfachen Verhältnissen und konnte nur durch die Unterstützung eines Sponsors Musik studieren. Das tat er auch mit großem Erfolg. Zwischen 1851 und 1853 komponierte er den „Rigoletto“, „IL Trovatore“ und „La Traviata“, mit denen er praktisch die italienische Oper neu definierte. Neben Richard Wagner beherrschte er die Welt der Oper in der Hochromantik. In Stil, Thematik, den kompositorischen Methoden und der politischen Einstellung unterschied sich Verdi allerdings gründlich von Wagner.

 

Verdi schuf bürgerlich-revolutionäre Musik gegen tiefste Reaktion. Seine politische Sichtweise war entscheidend geprägt von dem Freiheitskämpfer Giuseppe Mazzini. Er war glühender Anhänger der bürgerlich–demokratischen Revolution von 1848.

 

So schrieb er über die im selben Jahr stattgefundene „Fünf-Tage-Revolution“ in Mailand an seinen Textautor Francesco Piave: „Die Stunde der Befreiung hat geschlagen, dessen kannst du gewiss sein. Das Volk will sie, und wenn das Volk will, dann gibt es keine der Erde, die ihm widerstehen könnte (…) Es gibt, es darf nur eine Musik geben, die den Ohren der Italiener von 1848 gefällt: Die Musik der Kanonen.“

 

Mit „La Battaglia di Legnano“ (Die Schlacht von Legnano) komponierte er nach 1848 eine seiner politischsten Opern. Sie gilt als einzig legitime „Risorgimento – Oper“.¹ Für Verdis Popularität und Volksverbundenheit spricht: Der „Gefangenenchor“ aus seiner Erfolgsoper „Nabucco“ aus dem Jahr 1842 wurde als Hymne des Risorgimento verstanden. Sie wird zu Recht bis heute nicht nur in Italien begeistert mitgesungen.