Görlitz

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Plumpes AfD-Manöver gegen das internationale Freundschaftshaus in Reichenbach

Die frühere „Lingner-Villa“ in Reichenbach (Oberlausitz) im Dreiländereck zu Polen und Tschechien bringt es Dank eines Artikels der „Sächsischen Zeitung“ vom 21. Januar zu landesweiter Bekanntheit.

Pressemitteiung des Vermögensverwaltungsvereins Horster Mitte e.V. (VVV)
Plumpes AfD-Manöver gegen das  internationale Freundschaftshaus in Reichenbach
Wird Stück für Stück wieder schön gemacht: Die frühere „Lingner-Villa“ in Reichenbach bei Görlitz (rf-foto)

Eigentümer dieses altehrwürdigen Anwesens ist der Vermögensverwaltungsverein Horster Mitte e.V. (VVV) mit Sitz in Gelsenkirchen. Der VVV ist, wie allgemein bekannt, Treuhänder der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands (MLPD). Das Jugendstil-Gebäude wird Schritt für Schritt in zumeist unentgeltlicher, freiwilliger Arbeit renoviert. Der Gedanke der „Subbotniks“ lebt hier weiter. Es entsteht so ein Freundschaftshaus für die Arbeiter- und Volksbildung sowie internationale Begegnungen.

 

All das hätte die Sächsische Zeitung leicht erfahren können, wenn sie beispielsweise nur einen Nachbarn gefragt oder einfach in der Geschäftsstelle des VVV angerufen hätte. Sie hätte auch bei der in Sachsen unter anderem in Leipzig, Dresden, Chemnitz oder Zwickau sehr aktiven MLPD nachfragen können.

 

Klaus Dumberger vom Vermögensverwaltungsverein Horster Mitte e. V. erklärt: „Selbst wenn es den Redakteuren der Sächsischen Zeitung an der notwendigen Begeisterung für ein solches völkerverbindendes Projekt direkt in der Nähe zu Polen offenbar leider fehlt, müssen sie doch wenigstens die Grundregeln der journalistischen Sorgfaltspflicht beachten. Stattdessen fabuliert der Artikel über einen Erwerb des Anwesens vor über zehn Jahren als angeblich 'still und heimlich' und 'über einen Strohmann-Verein'. Da in Deutschland Parteien lange als nicht „grundbuchfähig“ angesehen wurden, war die MLPD verpflichtet, ihre Gebäude treuhänderisch verwalten zu lassen. Das ist völlig normal und wird selbstverständlich auch von anderen Parteien so gehandhabt. Wieso macht sich die Sächsische Zeitung mit diesem unseriösen Gebaren zum Sprachrohr eines plumpen antikommunistischen Manövers der AfD? Man sollte dringend bei der faschistoiden AfD mehr Sorgfalt walten lassen!“

 

Ausgangspunkt des Artikels waren zwei „Kleine Anfragen“ aus der AfD Anfang Dezember 2020 im sächsischen Landtag. Sie wollten unter anderem wissen, wie viele Straftaten den Mitgliedern der MLPD angelastet werden konnten. Es konnten ihnen natürlich keinerlei Straftaten angelastet werden – weil es keine gibt! Dagegen laufen gegen Verantwortliche der AfD genügend Verfahren vor den Gerichten. ...

 

Hier gibt es die komplette Pressemitteilung des VVV als pdf-Datei