Pressemitteilung

Pressemitteilung

Verhandlung von Alassa Mfouapon gegen das Land Baden-Württemberg

Nach zweieinhalb Jahren Schweigen wird im Februar die Klage von Alassa Mfouapon gegen das Land Baden-Württemberg vor dem Verwaltungsgericht in Stuttgart verhandelt.

Worum geht es?

Bei einem Polizeieinsatz mit Hundertschaften im Mai 2018 in der LEA (Landeserstaufnahmestelle) Ellwangen wurde die Abschiebung eines Flüchtlings aus Togo durchgesetzt. ...

 

Vorausgegangen war dem einige Nächte zuvor eine spontane friedliche Solidaritätsaktion der anderen Bewohner gegen die Abschiebung ihres togolesischen Mitbewohners. Berichte über Verletzungen von Polizisten dabei erwiesen sich hinterher als Fehlinformation. ... Wenige Tage nach diesem Vorfall organisierte Alassa Mfouapon gemeinsam mit anderen Flüchtlingen eine gewaltlose Protestdemonstration in Ellwangen, unter der Parole „Viel wurde über uns geredet. Jetzt reden wir. Wir sind Flüchtlinge - keine Kriminellen".

 

Daraufhin wird Alassa Mfouapon im Juni 2018 unter brutalen Umständen selbst nach Italien abgeschoben. Von dort aus erhebt er am 18. September 2018 Klage gegen das Land Baden-Württemberg wegen des brutalen Polizeieinsatzes in Ellwangen, sowie gegen die traumatisierenden Umstände seiner Abschiebung. Diese Klage richtet sich auch gegen die verschärfte Abschiebepolitik der Landesregierung. ...

 

Diese Klage steht für die ganze demokratische Flüchtlings-Bewegung und Alassa Mfouapon sagt dazu: „Wenn diese Polizisten die Auswirkungen dieses brutalen Angriffs ermessen hätten, hätten sie dies nicht getan. Die Flüchtlinge verloren zu dieser Zeit alle Hoffnung auf Schutz des Asylrechts und die Menschenrechte. Deshalb habe ich eine Klage gegen das Land Baden-Württemberg eingereicht.”

 

Die Verhandlung Alassa Mfouapon gegen das Land Baden-Württemberg wird stattfinden am 18. Februar, 10 Uhr, im Verwaltungsgericht Stuttgart, Augustenstr. 5, 1. OG, Saal 5

 

Hier gibt es die komplette Pressemitteilung