Impfdebakel

Impfdebakel

Das würde man im Sozialismus ganz anders machen!

440 Impfzentren wurden extra neu aufgebaut – für hunderte Millionen Euro allein in der Startphase. In den Messehallen von Köln-Deutz steht ein solches Impfzentrum leer - die Stadt hat dafür nach eigenen Angaben 2,25 Millionen Euro Miete gezahlt! Wer die Miete weiter zahlt, steht in den Sternen.

Günter Wagner, Facharzt für Allgemeinmedizin
Das würde man im Sozialismus ganz anders machen!
Dieser Artikel steht im Rote-Fahne-Magazin 3/2021

Damit wurde ein unnötiges bürokratisch-zentralistisches Monster geschaffen – statt sich auf das bewährte und wohnortnahe hausärztliche System zu stützen. Dort kennt man die Patienten, es besteht ein Vertrauensverhältnis und es wären viel größere Kapazitäten vorhanden.

 

Eine sozialistische Gesellschaft würde sich beim Impfen auf das dann weit verzweigte, wohnortnahe Gesundheitswesen stützen mit Polikliniken, Arztzentren oder Pflegestationen. Weil ein sozialistischer Staat Vertrauen hat in die Massen, könnten rasch weitere Helfer einbezogen werden. Auch hier im Kapitalismus haben sich viele freiwillige und ehrenamtliche Helfer gemeldet. Sie scheitern aber meist an der Bürokratie und am Chaos. Vor allem aber haben die kapitalistischen Regierungen und Verwaltungen kein Vertrauen in die Massen. Entsprechend fehlt die notwendige Überzeugungsoffensive für das Impfen.
Die Telefon-Hotlines der Impfzentren sind meist noch nicht einmal in der Lage, richtig Termine zu vergeben, geschweige denn die Leute differenziert aufzuklären und zu beraten. ...

 

Dieser Artikel steht im Rote Fahne Magazin 3/2021, das am Freitag, dem 5. Februar 2021 erscheint. Hier vorab für die Leserinnen und Leser von Rote Fahne News im pdf-Format.