Impfstoffproduktion

Impfstoffproduktion

Technologie der mRNA-Impfstoffe ist sehr wohl erprobt

Ein "Rote-Fahne-News"-Leser kritisierte an unserem Artikel über die Produktion und Verteilung der Corona-Impfstoffe vom 30. Januar, dass er nahelegt, die mRNA-Impfstoffe seien nicht erprobt.

Leserbrief
Technologie der mRNA-Impfstoffe ist sehr wohl erprobt

Hier der Link zu dem Artikel, auf den sich der Leserbrief bezieht ("Ein einziges Desaster: Produktion und Verteilung der Covid-19-Impfstoffe").

 

In dem Artikel ist folgender Passus enthalten, heißt es in dem Leserbrief. "Der Pharmakonzern As­tra Ze­ne­ca, der seine Lieferversprechen an die EU nicht einhält und deswegen in der Kritik steht, produziert einen Vektor-Impfstoff, der im Unterschied zu den neuen, auf Bo­ten-RNA ba­sie­ren­den Impf­stoff­en von Bi­ontech, Cu­re­vac und Mo­der­na mit einer er­prob­ten Tech­no­lo­gie arbeitet." Ihr legt nahe, so der Kritiker, dass die Technologie der mRNA-Impfstoffe nicht erprobt sei. Das wurde mir von Günter Wagner persönlich anders geschildert. Auch in dem Buch "Covid-19 – neuartig, gefährlich, besiegbar!" heißt es: "Viele Impfstoffe basieren auf schon bekannten Techniken. Selbst die neuen Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna (mit genetischen Informationen des Erregers auf einer messenger-RNA) beruhen auf Techniken, die bereits bei Tumor-Impfstoffen angewandt wurden.“

 

Hierbei ist es aber besonders wichtig, dass wir gegen eine verbreitete zum Teil agnostizistisch beeinflusste Impfskepsis angehen. Deshalb ist es schlecht, wenn wir den Eindruck erwecken, dass diese Technologie nicht bereits erprobt wäre. Gerade das Argument der bisherigen Nichterprobung, der ihr mit der oben genannten Formulierung das Wort redet, ist eine wesentliche Grundlage der Skepsis unter einem Teil meiner Kolleginnen und Kollegen."

 

Diese Kritik ist zutreffend. Die kritisierte Passage sollte ausdrücken, dass der Astra Zeneca-Konzern mit seinem Vektor-Impfstoff besonders gute Karten hatte, mit der Produktion zügig anzufangen, weil er alle Vorbereitungen schon in der Tasche hatte. Tatsächlich lässt die Formulierung fälschlicherweise Spielraum für die Ansicht,  dass die auf Boten-RNA basierenden Impfstoffe nicht "sicher" seien.