Corona

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„Ein konzentrierter Lockdown ist richtig, aber …“

Bei thyssenkrupp Stahl wird seit Oktober wieder voll produziert.

Korrespondenz aus Düsseldorf

Die Forderung nach einem konzentrierten Lockdown, gerade auch der Betriebe, stößt auf offene Ohren. Ein größerer Teil der Kollegen sagt, „eigentlich“ sei das genau richtig, sind sich aber unsicher, ob sie damit nicht ihre Arbeitsplätze gefährden? „Das machen die doch nie, für die zählt jede Tonne und ihr Gewinn!“ „thyssenkrupp ist doch schon in der Krise, geht es dann nicht weiter bergab?“

 

Es entfacht sofort die Diskussion, was eigentlich wichtiger ist: Unsere Gesundheit oder der Gewinn der Konzerne. Einig sind sich viele darüber, dass der konzentrierte Lockdown jetzt genau richtig ist, um die Zahlen wirksam zu senken und um die Infektionsketten wirklich zu durchbrechen. Der Gesundheitsschutz hört da auf, wo es thyssenkrupp Geld kostet, oder wo sie Gewinne einbüßen. Wir sind uns mehrheitlich auch darüber einig, dass uns unsere Gesundheit wichtiger ist und dass wir dafür kämpfen sollten, dass auch die Betriebe schließen müssen und die Krisenlasten nicht auf uns abgewälzt werden. Während dieser „Betriebsferien“, müssen notwendige Luftreinigungsgeräte installiert, Schichten entzerrt und die Massentestung und Impfung über den Betriebsärztlichen Dienst vorbereitet werden.

 

Das muss mit dem Kampf gegen die Angriffe des Vorstands auf die ganze Belegschaft verbunden werden. Unter dem Vorwand von Corona-Verlusten sollen weitere Tausende Arbeitsplätze vernichtet, die Belegschaft gespalten und zum Verzicht erpresst werden. Es ist derselbe Grund: Gewinnmaximierung.