Recklinghausen

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Gegen die AfD: Ein Schritt in die richtige Richtung

Am vergangenen Sonntag hielt die AfD - unter groß aufgefahrenem Polizeischutz - ihren Kreisparteitag in Recklinghausen ab.

Korrespondenz
Gegen die AfD: Ein Schritt in die richtige Richtung
Sichtbare antifaschistische Einheit in Recklinghausen (rf-foto)

Dagegen wendeten sich etwa 40 Antifaschistinnen und Antifaschisten aus dem ganzen Kreis und darüber hinaus und versammelten sich zu einer Protestaktion. Vertreten waren die VVN-BdA, DKP, SDAJ, Linkspartei, die Linksjugend, die ÖDP, der Frauenverband Courage, ver.di und natürlich MLPD und Jugendverband REBELL.

 

In den verschiedenen Beiträgen am offenen Mikrofon betonten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den reaktionären und faschistoiden Charakter der AfD und die Wichtigkeit einer engeren Zusammenarbeit im antifaschistischen Kampf, trotz der unterschiedlichen politischen Ansichten und Anschauungen. Für Unverständnis sorgte allerdings die angebliche „Satire-Partei“ Die Partei, die ein paar Meter weiter eine eigene Kundgebung durchführte.

 

Gar nicht witzig war die Begründung für die Spaltung: Dass sich bei der antifaschistischen Protestaktion Antisemiten befinden würden, womit sie die MLPD meinten, die sich mit dem palästinensischen Befreiungskampf solidarisiert und die ultrareaktionäre Netanjahu-Regierung kritisiert. Entschieden wiesen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diesen Angriff zurück. Die Comedy-Partei blieb unter sich.

 

Insgesamt war es jedoch eine solidarische und erfolgreiche Aktion mit guter Stimmung. 14 Leute unterschrieben für die Bewegung „Gib Antikommunismus keine Chance!“ und einige Broschüren über die AfD wechselten den Besitzer. Seit Jahren gab es in Recklinghausen diese breite Aktionseinheit nicht mehr. Das war also ein Schritt in die richtige Richtung im Kampf gegen die Rechtsentwicklung der Regierung!