Bremen

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Kämpferische Aktion geflüchteter schwarzer Frauen: Geburtsurkunde für ihre Babys!

"Ein Kind unverzüglich nach seiner Geburt zu registrieren, ist eine Staatenverpflichtung aus Art. 7 Abs. 1 UN-Kinderrechtskonvention.

Korrespondenz

Wenn keine Eintragung erfolgt, ist das Kind für den Staat nicht existent. In der Folge werden einem die damit verbundenen Rechte und Pflichten verweigert. Fehlt der Nachweis einer Registrierung, gibt es große Schwierigkeiten beim Zugang zu Sozialleistungen oder auch zur Gesundheitsvorsorge. Daher ist die Eintragung in ein Geburtenregister von großer Bedeutung für das weitere Leben des Kindes – und das der Mutter."

 

So heißt es auf der Seite "Cooperativer-Film" zur beeindruckenden Filmdokumentation des erneuten Protestes geflüchteter schwarzer Mütter mit ihren Babys in Bremen. Etlichen ihrer Babys werden vom Bremer Standesamt nach wie vor die Geburtsurkunden verweigert. Rassistische Unterstellung: Bereits verheiratet zu sein. Selbst wenn die Frauen Scheidungsurkunden vorlegen und nicht einmal, wenn Männer mit deutscher Staatsbürgerschaft ihre Vaterschaft anerkennen!

 

Die kraftvolle Protestaktion wurde initiiert und angemeldet von der Flüchtlingsselbstorganisation "Together we are Bremen". Etwa 100 von ihnen und solidarische Menschen protestierten mitsamt vielen Kinderwagen - gut geschützt gegen die Kälte und unter Corona-Schutzbedingungen. Selbst teilweise ohne Mikro lautstarke und mitreißende Redebeiträge der Mütter begeistern in ihren Forderungen und ihrer Emotionalität.

 

„Papers for all babies“ und „Enough is enough“ steht auf ihren Plakaten. „Wenn ein Mann sagt, er ist der Vater“, ruft eine Rednerin, „haben Sie kein Recht, das anzuzweifeln!“

 

Eine Sprecherin von Innensenator Ulrich Mäurer (SPD), Rose Gerdts-Schiffler, taucht an seiner Stelle gemeinsam mit der Leiterin des Standesamts, Petra Konzok, auf, und verspricht einen erneuten Gesprächstermin. Doch die Frauen fordern lautstark Taten statt Worten und verabschieden beide Frauen mit „Shame-on-you“-Rufen.


Hier der Link zum Protest: