Covid-19

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Medikament gegen Corona?

Dr. Günther Bittel, Mitautor des Buchs „Covid-19 – neuartig, gefährlich, besiegbar!“ schreibt an einen Leser von „Rote Fahne News“:

Von Dr. Günther Bittel
Medikament gegen Corona?
Dr. Günther Bittel (rf-foto)

Wir haben in der Roten Fahne und auf Rote Fahne News und im Rahmen der Medizinerplattform des Internationalistischen Bündnisses immer wieder gefordert, dass erfolgversprechende Therapien gegen Covid-19 im Rahmen einer internationalen Forschungsinitiative breit erforscht werden und dass dafür auch die notwendigen Forschungsgelder zur Verfügung gestellt werden. Dass Antikörper-Präparate hierbei eine wichtige Rolle spielen können, war uns schnell klar, nachdem wir diesen Ansatz in unseren langjährigen Aktivitäten im Kampf gegen die HIV-Pandemie bereits recherchiert und propagiert haben.

 

Wir fordern aber auch, dass Präparate, an denen es keine Milliarden mehr zu verdienen gibt, wie z. B. Hochdosis-Vitamin-C, Vitamin D, Dexamethason, Ambroxol, Beifuß und Heparine gründlich beforscht werden, weil es hier einzelne sehr gute Erfahrungsberichte und kleinere Studien gibt. Das gilt auch für nichtmedikamentöse Therapien wie die photodynamische Therapie. Im Buch „Covid-19 – neuartig, gefährlich, besiegbar!“, das gerade in dritter Auflage erschienen ist, begründen wir diese Therapieoptionen konkret und legen den bisherigen Stand der Erkenntnisse dar.

 

Covid-19 - neuartig, gefährlich, besiegbar!

Wesentlich erweiterte 3. Auflage - 14 Euro

Fundierte Aufklärung - gegen Verharmlosung und Panikmache gleichermaßen

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Am 25. Januar berichteten die Medien, dass die Bundesregierung 200.000 Dosen zweier US-Antikörperpräparate gekauft hat, obwohl sie in der EU noch nicht zugelassen sind. Es geht hier um die monoklonalen Antikörper-Präparate der Firmen Regeneron und Eli Lilly; eine Dosis kostet 2000 Euro. Donald Trump hat z. B. solche Präparate bekommen. In einer fortgeschrittenen Krankheitsphase sind sie nicht geeignet, weil dort der Patient bereits eine zu hohe und übrerschießende Antikörper-Produktion hat und damit mit dem sogenannten „Zytokin-Sturm“ alle Organsysteme schädigt. Ihre Berechtigung haben sie in einer stürmisch verlaufenden frühen und noch von der Viruslast dominierten Krankheitsphase.

 

Von der Firma Biotest in Dreieich bei Darmstadt wurde das Blutplasma-Präparat Trimodulin entwickelt, für Patienten mit einer schweren Lungenentzündung. Es soll nach Aussagen der Firma auch Covid-19-Patienten helfen. Die Firma hat auf eigene Rechnung eine Studie mit 160 Patienten in vier Ländern aufgelegt und argumentiert berechtigt, dass es weltweit, trotz des – sehr zögerlichen – Impfstarts noch lange Patienten mit schweren Covid-19-Verläufen geben wird. Für die Studie und den Aufbau der Produktion berechnet Biotest Kosten von 15 Millionen Euro, forderte öffentliche Fördermittel beim Bund und beim Land Hessen ein, und bekam – nichts!

 

Für die Impfstoff-Entwicklung hat die Bundesregierung dagegen 750 Millionen Euro für die drei Hersteller Curevac, Biontech und IDT Biologika spendiert. Das steht in der Tat in keinem Verhältnis. Der „Einkauf“ in den USA war Jens Spahn ja offensichtlich 400 Millionen Euro wert!

 

Die Biopharmazie-Firma Formycon in Martinsried hat ein Antikörper-Präparat entwickelt, das die Rezeptoren blockiert, mit denen das CoV2 sich die Zellen öffnet, um dann einzudringen. Ich habe noch keine genauen Unterlagen, vermute aber, dass es ein TMPRSS2-Blocker ist, der hier entwickelt wurde, das liegt auch auf der Linie der Forderungen, die Willi Mast, Günter Wagner und ich im Buch „Covid-19 – neuartig,gefährlich, besiegbar!“ aufgestellt haben. Diese Firma baut gerade die Produktionskapazität auf, um im dritten Quartal 2021 klinische Studien zu beginnen und plant eine Zulassung für 2022. Sie propagiert ihr Medikament dahingehend, dass auch bei Mutationen des Virus mit diesem Prinzip „die Tür für das Virus zu bleibt“. Formycon hat von der Bayerischen Forschungsstiftung dafür 290.000 Euro bekommen. Damit kommt der 120-Mann-Betrieb in der Tat nicht sehr weit, so dass sie jetzt „finanzielle und strategische Partner“ suchen. Sprich: Ein internationales Pharmamonopol und einen Fonds für Risiko-Investments mit hohen Renditen. So entstehen also auch im „Erfolgsfall“ ultrateure Präparate, die für einen weltweiten Einsatz dann nicht mehr bezahlbar sind.

 

Wir freuen uns, dass BUKO, Medico international und andere sich der Forderung von MLPD und der Medizinerplattform im Internationalistischen Bündnis anschließen, dass das Patentrecht ebenso wie bei den Impfstoffen bei solchen dringend benötigten Präparaten ausgesetzt werden muss, was dann natürlich auch eine entsprechende öffentliche Forschungsförderung verlangt.