Marokko

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Solidarität mit dem Streik der PSA-Arbeiter

Seit dem 27. Januar streiken die Arbeiter der Peugeot-Citroen-Fabrik in der Stadt Kenitra/Marokko.

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Sie fordern die Zahlung des obligatorischen Wochenendlohns für ein Jahr, eine Lohnerhöhung, die Bereitstellung einer angemessenen Gesundheitsausrüstung, eine Krankenversicherung, eine Entschädigung für Arbeitsunfälle, eine Erhöhung der Ruhezeiten, die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und die Achtung der Arbeiter.

 

Das Werk in Kenitra hat für PSA eine strategische Bedeutung. Marokko hat Südafrika bei der Produktion und Vermarktung von Peugeot-Citroen-Fahrzeugen in Afrika und Europa überholt. Ein großer Teil der Produktion des Unternehmens wird von Kenitra aus zu den Märkten des Mittleren Ostens transportiert. PSA fährt in Marokko fantastische Gewinne ein. Im Jahr 2020 produzierten 2500 Arbeiter mehr als 200.000 Autos der Modelle Peugeot 208 und Citroen AMI - für einen Lohn von 2600 Dirham pro Monat, das sind etwa 260 Euro.

 

Die meisten Arbeiter arbeiten befristet auf zwölf Monate mit Subverträgen, die von der "Nationalen Agentur für die Förderung der Beschäftigung" überwacht werden. Danach haben sie kein Recht auf Krankenversicherung oder Schutz im Falle eines schweren Arbeitsunfalls. Außerdem wird von den meisten Arbeitern verlangt, dass sie nach dem Ende der Arbeitsperiode eine zusätzliche Stunde ohne Bezahlung arbeiten, um den extrahierten Mehrwert zu maximieren.

 

Die Gendarmerie und die Armee belagern die Fabrik. Trotzdem organisieren die Arbeiter seit dem 28. Januar weiterhin ihren Sitzstreik vor der Fabrik, um ihre Forderungen durchzusetzen.