Institut der deutschen Wirtschaft

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Für Profite über Leichen …

Steigende Infektionszahlen sind ein Indiz, dass wir uns wahrscheinlich durch die Mutationen des Coronavirus bereits am Beginn einer dritten Welle befinden.

Von gp

Diese kann nur durch einen konzentrierten, sofortigen vollständigen Lockdown - mit Ausnahme lebensnotwendiger Betriebe - erreicht werden. Nur so können weitere Tote und die gesundheitlichen Gefahren für Hunderttausende abgewendet werden.

 

Das stößt auf erbitterten Widerstand der Monopolverbände. So fordert der Chef des Instituts der deutschen Wirtschaft, Michael Hüther, die Rückkehr zur Normalität, die bewusst Corona-Tote in Kauf nimmt. „Das ist alles nicht schön, aber in der Realität ist es nun einmal so.“¹

 

Denn: „Die vollständige Eliminierung des Virus wird in unserer offenen Gesellschaft nicht gelingen. Deshalb müssen wir ein gewisses Gesundheitsrisiko und leider auch eine gewisse Sterblichkeit hinnehmen, um dauerhaft zur Normalität zurückkehren zu können.“² Damit kann er als Redner auf der nächsten „Querdenker“-Demo auftreten!

 

Für Hüther ist es normal, dass die Arbeiterinnen, Arbeiter und Angestellten in den Fabriken und Büros für den Profit der Konzerne ihre Gesundheit aufs Spiel setzen – dass mehr Menschen sterben. Das sind für ihn nur Kollateralschäden der kapitalistischen Profitwirtschaft. Als Rechtfertigung verweist Hüther auf das hohe Alter der Corona-Toten. Ganz nach dem Motto, über 70-Jährige stehen für die Ausbeutung in den Fabriken eh' nicht mehr zur Verfügung, die haben ihre Schuldigkeit getan und sterben doch früher oder später.

 

In seltener Offenheit deckt Hüther als hochbezahlter Angestellter der Monopolverbände deren menschenverachtende Ideologie und Denkweise auf. Das macht aber auch deutlich, dass die dritte Welle nur im Kampf verhindert werden kann!