Opel

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Gespräche zu Arbeitszeit und Werksrente abbrechen – sofort!

Arbeitszeit auf 37,5 Stunden ohne Lohnausgleich, direkte Lohnkürzungen, Tarifspaltung bei Neueinstellungen: Das alles fordert Opel von uns. Dafür sollen der „Kündigungsschutz“ um satte 24 Monate (!) verlängert und die bisherigen Tätigkeiten festgeschrieben werden.

Von OFFENSIV

Was hieße das im Klartext?

Eine Verlängerung unserer Arbeitszeit von 35 auf 37,5 Wochen ohne Lohnausgleich wäre eine Kürzung unseres Stundenlohns von über 7 Prozent, weil wir ja fürs gleiche Geld länger arbeiten. Oder anders betrachtet: 2,5 Stunden pro Woche würden wir demnächst vollständig unbezahlt arbeiten. ...

 

Neueinstellungen, wie durch Insourcing von Neovia oder bei Übernahme der Azubis, sollen nur noch zum Kontraktlogistik-Tarif stattfinden. Damit würde der Druck auf unsere Planer und unseren Tarifvertrag immer größer.

Aber warum sollten wir denn überhaupt verzichten?

PSA hat im ersten Halbjahr 2020, trotz Wirtschaftskrise und Corona, über eine halbe Milliarde Nettogewinn eingefahren. Opel hat dazu über 110 Millionen Euro beigetragen! Seit der Fusion zu Stellantis gehören wir zum viertgrößten Autokonzern der Welt. Hier geht es nicht um die Rettung eines „notleidenden Unternehmens“. Es geht darum dass sich Heuschrecken wie Blackrock und die Milliardärs-Sippen Agnelli und Peugeot noch mehr an uns bereichern wollen!

 

So eine „Zukunftssicherung“ brauchen wir nicht: Die Verhandlungen müssen sofort beendet werden! Stattdessen drängelt die Verhandlungskommission von IG Metall und Betriebsrat, weiter reden zu dürfen. Und sie schlägt vor, dass wir zusätzlich zur Arbeitszeit ab 2023 auf die Hälfte des Tariflichen Zusatzgeldes verzichten. Für solche „Angebote“ haben sie kein Recht: Diese Lohnerhöhungen haben wir als IG Metall gemeinsam erkämpft, und für die 35-Stunden-Woche waren Hunderttausende Metaller (auch viele von uns!) wochenlang in Streik und in Aussperrung. ...

 

Wir stehen mitten in einer Tarifrunde um Lohnerhöhungen und Arbeitszeitverkürzung. Am 1. März endet die Friedenspflicht, und die IG Metall plant bundesweite Aktionen. Zeit, dass wir wieder Forderungen stellen und durchsetzen!