Flüchtlinge

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Großer Sieg für Wunsch-Gelsenkirchener Alassa Mfouapon

Der folgende Leserbrief ging am 21. Februar an die Gelsenkirchener Lokalredaktion der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ (WAZ):

Von Solidarität International Emscher-Lippe

Wie die WAZ bereits berichtete, hat der Flüchtlings- und Menschenrechtsaktivist Alassa Mfouapon gegen das Land Baden-Württemberg geklagt. Anlass war der Einsatz von 500 Polizisten in der Landeserstaufnahmeeinrichtung (LEA) Ellwangen 2018 anlässlich der friedlichen Verhinderung einer Abschiebung. Das Gericht gab Alassa Mfouapon in allen wesentlichen Punkten Recht: Der Einsatz war unverhältnismäßig und die Behandlung der Flüchtlinge rechtswidrig! Dieses Urteil ist ein großer Erfolg für die demokratischen Rechte aller Geflüchteten.

 

Nunmehr bleibt zu wünschen, dass die Ausländerbehörde Gelsenkirchen endlich eine weitere Unsicherheit im Leben Alassa Mfouapons, der Grausames auf der Flucht erlebt hat, ins Reine bringt: Dass sie seinen Wunsch erfüllt, in Gelsenkirchen zu wohnen. Dies wird bisher verweigert, obwohl Gelsenkirchen noch nicht einmal die Flüchtlingsquote erfüllt hat und Alassa Mfouapon selbst für seinen Lebensunterhalt aufkommt.

 

Dessen ungeachtet wird er gezwungen, weiterhin seine Wohnung in Bad Waldsee(!) zu haben, zu bezahlen und als Pendler zu seiner Ausbildungsstätte in Essen zu reisen. Anstatt dass Gelsenkirchen stolz ist, einen so mutigen Flüchtlingsaktivisten als Gelsenkirchener zu begrüßen, werden ihm weitere Steine in den Weg gelegt. ... Schikane? Politisch motiviert? Die Antwort der Behörde steht aus.