Tipp vom Anwalt

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Warum erkrankte ALG I-Bezieher unbedingt ihre Arbeitsunfähigkeit melden sollten

Wer während des Bezuges von Arbeitslosengeld I (Alg I) krank wird, bekommt von der Arbeitsagentur das Arbeitslosengeld für sechs Wochen weitergezahlt – ebenso wie bei der Lohnfortzahlung auf der Arbeit.

Anwaltskanzlei Meister & Partner

Nach Ablauf dieser sechs Wochen – oder wenn das Alg I ausläuft – hat man Anspruch auf Krankengeld. Dieses muss bei der Krankenkasse beantragt werden. Es ist so hoch wie das Alg I und wird für max. 78 Wochen gezahlt.

 

Wichtig ist, dass man bei Erkrankung sofort zum Arzt geht und die Arbeitsunfähigkeitbescheinigung bei der Arbeitsagentur einreicht. Manchmal lassen sich Arbeitslose von ihrem Arzt gar nicht krankschreiben, weil sie ja eh nicht arbeiten müssen und die Arbeitsagentur auch kein Jobangebot für sie hat. Das kann aber zu erheblichen Nachteilen führen. Das gilt vor allem dann, wenn das Alg I ausläuft und man in Hartz IV fällt. Als Hartz-IV-Empfänger hat man nämlich keinen Anspruch auf Krankengeld mehr. Wer sich dann erst krank meldet, bekommt vom Jobcenter nur die wesentlich niedrigeren Hartz-IV-Leistungen weitergezahlt. Wird man dagegen noch während des Alg-I-Bezuges krank geschrieben, erhält man auf Antrag Krankengeld auch über das Ende der Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes hinaus.