Antifaschismus

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Gedenkstätte Stukenbrock verteidigen!

Im Mai 1941 wurde im westfälischen Stukenbrock eine Fläche von vierhundert mal tausend Metern einzäunt und es wurden Brunnen und Baracken für die Wachmannschaften angelegt. So entstand schon vor dem Überfall des faschistischen deutschen Staates auf die sozialistische Sowjetunion das Kriegsgefangenenlager Stalag 326.

Korrespondenz aus Horn-Bad Meinberg
Gedenkstätte Stukenbrock verteidigen!
Stein auf der Gedenkstätte (foto: privat)

Trotz harter Bedingungen entstand auch im Lager Stukenbrock eine Widerstandsgruppe. Sie rettete zahlreiche Mitgefangene vor dem sicheren Tod, half Kranken die schwersten Arbeiten zu meiden und versteckte gefährdete Kameraden vor Gestapo und SS.

 

Auf Initiative des Arbeitskreises „Blumen für Stukenbrock" wird seit 1967 jedes Jahr am ersten Samstag im September der Opfer des Faschismus auf dem Friedhof der Kriegsgefangenen in Stukenbrock gedacht.

 

Das antifaschistische Gedenken ist der Bundes- und der Landesregierung ein Dorn im Auge. Sie wollen eine „Konzeption“ als „Mahnmal gegen alle Diktaturen in Europa“. Dazu haben sie vom Wirtschaftsverband Westfalen-Lippe eine „Machbarkeitsstudie“ anfertigen lassen und wollen sich ihre Regionalgeschichte bis zu 60 Mio. Euro kosten lassen. Im Kern geht es darum, den antifaschistischen Charakter des Gedenkens und der Gedenkstätte zu revidieren, die Geschichte zu fälschen und den Ort antikommunistisch umzudeuten.

 

Zum Wohlwollen der staatlichen Geldgeber wurde auf den Grabmalen, auf deren Inschriften noch vor ein paar Jahren auch Stalins gedacht wurde, sein Name entfernt. Jetzt ist es Aufgabe aller Antifaschisten, Demokraten und Freunde von „Blumen für Stukenbrock“, den antifaschistischen Charakter der Gedenkstätten zu verteidigen und die antikommunistische Neuausrichtung zu verhindern. Gib Antikommunismus keine Chance!