Leserbrief

Leserbrief

Die „Neue Richtung“ ist keine politische Alternative

Zum Artikel "Neue Richtung" - alter Antikommunismus“, der am 28. Februar auf „Rote Fahne News“ erschienen ist, erhielt die Redaktion die folgende Zuschrift :

Korrespondenz

Ich war vor einigen Jahren selbst Mitglied der „Neuen Richtung“, weil ich mich damals von deren Anschauung auch angezogen fühlte. Einige Jahre weiser und auch wesentlich tiefer mit dem Marxismus-Leninismus als einzige Alternative vertraut, kann ich die Aussagen in obigem Bericht nur voll und ganz bestätigen. Die „Neue Richtung“ ist keine politische Alternative, sondern eine Gruppierung, welche quasi aus allen Bereichen einige Wahrheiten, Halbwahrheiten oder auch Fakes heraussucht und daraus ein angebliches Programm entwirft.

 

So wurde z. B. anlässlich der Demo gegen Corona-Schutzmaßnahmen in Leipzig letztes Jahr behauptet, es hätten dort weder Reichsbürger noch sonstige faschistische Organisationen teilgenommen. Generell kann man sagen, dass die „Neue Richtung“ bis heute vergeblich versucht, nennenswerte Mitgliederzahlen zu erreichen. Sie ist faktisch nur in und um Döbeln präsent. Deshalb dürfte sich die Aussage, an der kommenden Bundestagswahl teilnehmen zu wollen, wohl lediglich auf diesen Wahlkreis beziehen. Es ist jedoch auch Tatsache, dass Gruppierungen wie die „Neue Richtung“ zumindest bei einem gewissen Teil der Bevölkerung, welcher von der sog. „Querfronttheorie“ überzeugt ist, Zustimmung erfahren.

 

Der Versuch, links und rechts zu verwischen bzw. den Unterschied ganz zu leugnen, bedeutet nichts anderes, als die Suche nach einer gesellschaftlichen Alternative zum menschenverachtenden Kapitalismus zu untergraben. Ob bewusst oder unbewusst: Mit diesem Verhalten untermauern Gruppierungen wie die „Neue Richtung“ den Machtanspruch des Kapitalismus, welchen sie ja abzulehnen vorgeben.