Dortmund

Dortmund

„Querdenker“ – ein Lehrstück in Sachen Faschisierung des Staatsapparats

Bereits in der letzten Woche berichtete "Rote Fahne News" über den Dortmunder Autokorso, den „Querdenker“ und gewaltbereiter Faschisten durchgeführt haben. Auch in dieser Woche hatten Antifa-Gruppen in Dortmund wieder zum Fahrrad-Gegenprotest aufgerufen. Es kamen ca. 150 bis 200, Teilnehmer.

Korrespondenz

Diesmal waren Vertreter von MLPD, Internationalistischem Bündnis und Umweltgewerkschaft mit Fahrrädern mit dabei. Genossinnen und Genossen der MLPD hatten bereits im Vorfeld mit etlichen Passanten und Teilnehmern über den faschistischen Charakter der „Querfront“-Strategie und -Taktik diskutiert. Sie verteilten den Artikel von Gabi Fechtner: „Ein klarer Trennungsstrich gegen die faschistische „Querdenker“-Bewegung ist notwendig“, als Flugblatt. Das stieß in den Gesprächen auf Zustimmung. Außerdem wurden mehrere Unterschriften für die Bewegung „Gib Antikommunismus keine Chance!“ gesammelt.

Dann der Hammer: Mit Hunderten Polizisten wurde jede noch so kleine Straße, jeder Fahrrad- und Fußgängerweg abgesperrt und die Fahrradfahrer in ihrer Bewegungsfreiheit massiv behindert, um den „Querdenkern“ den Weg freizuräumen. Wer nun aber meint das sei es gewesen, der wird eines besseren belehrt! Während Faschisten und „Querdenker“ mit Baseballschläger, Machete und auch in dieser Woche mit Waffen (lt. Polizei – gefährliche Gegenstände) zum Autokorso kommen, werden antifaschistische Fahrradfahrer eingekesselt und bekommen von der Polizei die Luft aus den Reifen gelassen. Fahrräder wurden beschlagnahmt und es wurden wohl auch Leute verhaftet. Begründet wird dies von der Polizei auch noch mit „Gefahrenabwehr“.

Gefahr, die von Fahrradfahrern ausgeht? Dann sind Fahrräder wohl ab sofort „antifaschistische Kampfgeräte“ twittert ein Teilnehmer. Ein Riesenskandal, Sachbeschädigung und - wie wir meinen - ein Lehrbeispiel in Sachen Faschisierung des Staatsapparates, was sich die Polizei hier erlaubt hat.

Der Protest gegen das Vorgehen der Polizei ist vollständig berechtigt und und nicht zuletzt muss der Rücktritt des Polizeipräsidenten und das Verbot aller faschistischen Parteien und ihrer Propaganda gefordert werden.