Faschistischer Drahtzieher Abu Walaa

Faschistischer Drahtzieher Abu Walaa

Zweierlei Maß

Vor zwei Wochen wurde Abu Walaa zu gerade einmal zehneinhalb Jahren Haft verurteilt. Gestern wurde bekannt, dass gegen diese provokativ niedrige Strafe sogar Revision eingelegt wird.

Korrespondenz

Abu Walaa war Deutschland-Chef der faschistischen Terrororganisation IS. Der IS schlachtete zigtausende Menschen brutal ab. Für hunderte der Morde ist er als zentrale Figur in Deutschland mitverantwortlich.

 

Er hat in Deutschland junge Leute einer Gehirnwäsche unterzogen und sie dann gezielt in die vom IS damals beherrschten Gebiete in Syrien und im Irak befördert. Und das gemeinsam mit drei Mitangeklagten, die mit vier bis acht Jahren davonkamen. Auch Amri, der faschistische Mörder vom Breitscheidplatz, stand zu ihm in Kontakt. Es ist ein Justizskandal, dass so ein Faschist, ein Drahtzieher des faschistischen Massenmords, mit zehneinhalb Jahren derart glimpflich davonkommt.

 

Nur mal so zum Vergleich: Am 6. März wurde bekannt, dass ein Jugendlicher wegen einer nächtlichen Rebellion und Randale in Stuttgart im Juni 2020 zu vier Jahren und drei Monaten verurteilt wurde, ein anderer zu zwei Jahren und zehn Monaten – und das ganz ohne Tote. Wie wurden die Anarchisten der RAF in den 1970-er und 1980-er Jahren behandelt? Bei ihnen galt für Mord noch lebenslänglich. Und in den Münchener Kommunistenprozessen erhielt ein angeklagter türkischer Revolutionär sechs Jahre und sechs Monate, obwohl er nicht einer einzigen konkreten Straftat beschuldigt wurde.

 

Knallhart gegen links - ausgesprochen harmlos gegen rechts. Das kommt bei einer Justiz heraus, die sich vom Antikommunismus leiten lässt und die faschistische Gefahr herunterspielt!