Baden-Württemberg

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"Grünes" Umweltministerium lässt Riss-Reaktor Neckarwestheim 2 weiterlaufen

Nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima 2011 wurden in Baden-Württemberg die Grünen zur stärksten Partei im Landtag und stellten seither den Ministerpräsidenten, Winfried Kretschmann.

Korrespondenzen
"Grünes" Umweltministerium lässt Riss-Reaktor Neckarwestheim 2 weiterlaufen

Letzte Woche deckte der SWR auf, dass der Grüne Umweltminister in Baden-Württemberg das Atomkraftwerk Nackarwestheim-2 trotz gravierender Risiken von EnBW weiter betreiben lässt. Ministerialrat a.D. Diplom-Ingenieur Dieter Maier hatte in einer gutachterlichen Stellungnahme aufgedeckt, dass die Rohre so stark geschädigt werden können, dass sie möglicherweise spontan brechen. Ohne vorheriges Leck wird der Schaden im Betrieb nicht bemerkt. Das Stuttgarter Umweltministerium hat es EnBW aktuell erlaubt, den Reaktor statt neun elf Monate ohne Risskontrolle zu betreiben. Zwei zusätzliche riskante Monate.

 

Ein anderer Korrespondent schreibt: "Sie kennen mich“ - grüßt mich Ministerpräsident Winfried Kretschmann auf den Wahlplakaten in Baden-Württemberg.
Ich überlege. Sind Sie nicht der grüne Dieselliebhaber?

 

Und damals, nach den Landtagswahlen 2016, als Sie den Koalitionsvertrag mit der CDU verhandelt haben, bekannten Sie offenherzig: „Auch ich muss mal mauscheln." Aber, Respekt, da legten Sie sich ja gaaanz streng Regeln an: „Das muss sich in Grenzen halten.“  Und Sie sind doch der Landeschef, der für den Polizeiüberfall auf die Flüchtlingsunterkunft in Ellwangen verantwortlich ist. Da haben Sie sich nicht so streng an Grenzen gehalten. Deshalb hat das Gericht geurteilt, dass die Polizeimaßnahmen gegen einen Flüchtling rechtswidrig waren.

 

Und heute, nachdem schon jahrelang bekannt ist, dass es im Atomkraftwerk in Neckarwestheim schwere Schäden in den Dampferzeugern gibt und durch den Bruch eines Dampferzeugers eine Kernschmelze ausgelöst werden könnte – wo bleibt Ihr „sofort abschalten“?

 

Ja, Herr Ministerpräsident, ich kenne Sie und ich kann mir nicht helfen: Wenn ich Sie auf den Plakaten sehe, fällt mir der abgewandelte schwäbische Zungenbrecher ein: „A oågneem gräa ågschdricher Bolitiker.“

 

Übersetzung: Ein in unangenehm grüner Farbe angestrichener Politiker.