Fukushima-Jahrestag

Fukushima-Jahrestag

Die besondere Rolle der MLPD

Während bürgerliche Experten und Medien am 11. März 2011 noch lange hin und her spekulierten, analysierte und qualifizierte die MLPD mit Fachleuten blitzschnell den GAU in Fukushima.

Hannes Stockert, Umweltpolitischer Sprecher der MLPD

Noch am selben Tag brachte sie ein erstes Massenflugblatt „Dramatische Umweltkatastrophe in Japan – Schluss mit dieser Atompolitik!“ heraus, stellte sofort ihre Arbeit darauf um und setzte sich zusammen mit der ICOR, der internationalen Koordinierung revolutionärer Parteien und Organisationen, für einen breiten, überparteilichen und weltweiten aktiven Widerstand ein. Mit vier bundesweiten Flugblättern innerhalb der folgenden Tage (drei davon auf japanisch übersetzt), einer Massenbroschüre (30.000 Auflage), Plakaten, Aufklebern, mehrsprachigen Buttons und der sofortigen Initiierung bzw. aktiven Teilnahme an den Protesten entwickelte die MLPD eine schnelle, treffende und grundlegende Orientierung und Organisationsarbeit. Auch in den Betrieben mobilisierte sie zu Protestaktionen während der Arbeitszeit.

Katastrophenalarm! Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur?

336 Seiten

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So trug sie wesentlich dazu bei, dass die seit 2004 organisierte Massenbewegung der Montagsdemonstration gegen Hartz IV zu einer Anlaufstelle für vielfältige Anti-AKW- und Anti-Atomproteste wurde. Allein im Ruhrgebiet beteiligten sich schon am 14. März 110.000 Menschen. Damit erkämpfte sich die MLPD Anerkennung in der Umweltbewegung und bewies eine beeindruckende Mobilisierungs- und Kampagnenfähigkeit. Unter vielen wuchs damit auch die Offenheit für eine internationale Widerstandsfront und eine grundsätzliche revolutionäre Perspektive.

 

Diese Arbeit war auch mit ein praktischer Ausgangspunkt, als einzige Partei in Deutschland eigens Umweltgruppen für die Arbeit zum Umweltkampf zu gründen, bereicherte und förderte die Erstellung und Herausgabe der 35. Nummer ihrer theoretischen Reihe REVOLUTIONÄRER WEG, die auch unter dem Titel „Katastrophenalarm! - Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur?“ in vier Sprachen erschien. Für die MLPD ist die Umweltarbeit ihre zweitwichtigste Kampflinie, in enger Wechselbeziehung zur Hauptkampflinie in den industriellen Großbetrieben und den Gewerkschaften. Dies wird sie auch zum FFF-Aktionstag am kommenden Freitag, dem 19. März, einbringen. Zur Rettung der Umwelt vor der Profitwirtschaft! Alle kämpferischen und über das kapitalistische System hinaus denkenden Umweltkämpfer/-innen sind herzlich eingeladen, daran aktiv mitzuarbeiten. Macht mit in der MLPD und ihren Umweltgruppen!