Görlitz / Reichenbach

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MLPD wird zum Stadtgespräch

Seit vier Tagen stehen wir bei Wind, Regen und Schnee im wunderschönen Görlitz, sammeln Unterstützungsunterschriften für die Wahlzulassung der Internationalistischen Liste / MLPD zur Bundestagswahl, die Bewegung „Gib Antikommunismus keine Chance!“ und gewinnen Unterstützer für den Parteiaufbau in der Innenstadt, bei Alstom (früher Bombardier) und bei Siemens.

Korrespondenz

Bisher haben wir 148 Unterschriften für die Landesliste Sachsen und 27 Unterschriften für die Bewegung „Gib Antikommunismus keine Chance!“ gesammelt.

 

Görlitz ist mit 27,5 Prozent der Stimmen eigentlich eine AfD-Hochburg. Das kam in den Gesprächen aber wenig zum Ausdruck. Nur wenige, die wir ansprachen, bekannten sich offensiv zur AfD, mehrere ehemalige Wähler distanzieren sich sogar.

 

Die Hetze der AfD über das zukünftige internationale Freundschaftshaus, das hier in Reichenbach entsteht, die von der Sächsischen Zeitung bereitwillig verbreitet wurde, ist natürlich unbedingt zurückzuweisen. Ungewollt hat sie damit aber auch „Werbung“ für uns gemacht. Viele sind gespannt darauf, wollen aktiv helfen und finden es genau richtig, dass wir das schöne Gebäude nicht verfallen lassen. Wir haben die Sächsische Zeitung in die „Lingner-Villa“ eingeladen, damit sich die Redaktion selbst mal ein Bild macht und nicht weiter die Meinung der AfD in ihrer Berichterstattung wiederkäut.

 

Beim Warnstreik der IG Metall am Alstom-Werk legten rund 100 Kolleginnen und Kollegen die Arbeit für 60 Minuten nieder. Auch die benachbarten Kollegen von Siemens schickten eine 10-köpfige Delegation. Diese erkannte uns auch gleich wieder - vom Einsatz am Tor ein paar Stunden zuvor. Unser Flugblatt zur Tarifrunde wurde gut genommen, und die MLPD war selbstverständlicher Bestandteil. Anfängliche Versuche des IG-Metall-Bevollmächtigten, unsere Fahne zu unterbinden, waren schnell vom Tisch, auch wenn er das Verlesen unseres Grußworts verweigerte. Deutlich wurde, dass nur die MLPD konsequent an der Seite der Arbeiter steht, von den anderen Parteien ließ sich nämlich niemand blicken.