Südafrika

Südafrika

Nach brutaler Polizeigewalt: Studentenproteste an allen Unis

Seit drei Wochen protestieren Studentinnen und Studenten der Witwatersrand Universität in Johannesburg.

Korrespondenz aus Dortmund
Nach brutaler Polizeigewalt: Studentenproteste an allen Unis
10. März: Polizei geht in Johannesburg gegen Studenten vor (foto: James Puttick, New Frame, https://www.newframe.com/wits-protest-there-was-no-threat-to-shoot/)

Über 8000 Studenten können sich nicht für das neue Semester einschreiben, weil sie der Uni noch alte Gebühren schulden. Die Polizei ging brutal gegen die Studenten vor, dabei wurde ein unbeteiligter 35-jähriger Mann aus kürzester Entfernung mit Gummimunition in die Brust tödlich getroffen. Seit dem 15. März ruft der Südafrikanische Studentenverband zu einem nationalen Streik an allen 26 Universitäten des Landes auf.

 

Die Metallarbeitergewerkschaft NUMSA solidarisierte sich mit den Studenten. Ihr Vorsitzender Irvin Jim sagte: „Die Rolle der staatlichen Sicherheitskräfte im Post-Apartheid-Südafrika ist es, die Armut in Schach zu halten und ihr Ziel ist es, den Reichtum des kapitalistischen Systems zu schützen und zu sichern. Die Arbeiterklasse ist häufig der Brutalität der Polizei ausgesetzt, das tragischste Beispiel dafür war der Massenmord an unbewaffneten Bergarbeitern in Marikana im Jahr 2012. Sie wurden getötet, weil sie einfach nur einen existenzsichernden Lohn forderten."