Internationalistische Liste/MLPD

Internationalistische Liste/MLPD

Wenig Leute, gute Quote, viel zu klären!

Mit FFP-2-Masken, Klemmbrettern und Infomaterial bewaffnet, zogen wir durch ein Essener Studentenwohnheim, um Unterschriften für die Wahlzulassung für die Internationalistische Liste/MLPD zur Bundestagswahl zu sammeln.

Korrespondenz

Wir wollten Unterschriften für die Wahlzulassung von Gabi Fechtner sammeln, Direktkandidatin für Essen und bundesweite Spitzenkandidatin der Internationalistischen Liste/MLPD. Auch Unterstützer für die Bewegung „Gib Antikommunismus keine Chance!“ zu gewinnen, war erklärtes Ziel.

 

Viele Studenten sind in einer extrem angespannten Lage. Sie haben ihre Nebenjobs verloren, wissen nicht, wie es überhaupt weitergeht. Einige wohnen wieder bei ihren Eltern oder müssen ihr Studium sogar aufgeben.

 

Wo aber jemand zu Hause war, entwickelten sich tiefgehende Gespräche und etwa zwei Drittel unterschrieben auch - meistens aber nicht spontan.

 

Die Mehrheit fand den Gedanken der Bewegung gegen den Antikommunismus genau richtig. Ein Medizinstudent lobte vor allem die Positionen der MLPD. Auf unsere scherzhafte Bemerkung, er sei ja schon ein halber Kommunist, sagte er: „Das nicht, aber ich finde es falsch, Kommunismus als linksextrem abzustempeln."

 

Also: In REBELL, MLPD oder Internationalistischem Bündnis organisieren? Das ist noch oft der Knackpunkt. Viele sagten, sie hätten keine Zeit. Ohne aktive Leute, ohne Organisation sind wir aber dem Krisenchaos ausgeliefert. Wir alle müssen uns verändern und bewusst unsere Zeit für den gemeinsamen Kampf für eine befreite Zukunft einsetzen. Ein individualistischer Ausweg ist keine Lösung. Diese Fragen müssen noch grundsätzlicher diskutiert werden.

 

Mit zwei Anhängern der Linkspartei entwickelte sich eine Auseinandersetzung um die Bewegung „Gib Antikommunismus keine Chance!“. Einer wollte nicht unterschreiben, weil er nicht mit SPDlern auf einer Liste stehen will. Wir argumentieren, dass es eine breite, überparteiliche Bewegung gegen den Antikommunismus braucht. Dabei sind alle ehrlichen Demokraten willkommen. Einen der beiden konnten wir überzeugen.