Berlin

Berlin

Flagge gezeigt gegen "Querdenker"

Am Samstag um 10.30 Uhr versammelten sich etwa 800 hauptsächlich jugendliche Demonstranten, die gegen das bundesweite Auftreten der „Querdenker“ in Berlin demonstrierten. Es waren Transparente für das „Verbot faschistischer Organisationen“, gegen das faschistische Auftreten und gegen die Corona- Leugner zu sehen. Aber auch viele kleine Schilder zum „Krisen- und Impfchaos der Regierung“ und gegen die Einschränkung demokratischer Rechte.

Korrespondenz

Auffallend war, dass von Anfang an doppelt soviel Polizistinnen und Polizisten anwesend waren und bereits bei der Aufstellung sehr körperbetont festlegten, wo genau die Aufstellung erfolgen muss und wo nicht. Auf beiden Seiten der Demonstration liefen also in Reih und Glied die Polizisten und voraus und hinterher etwa 20 – 30 Polizeifahrzeuge. Die Demo-Route wurde nicht von der Demoleitung, sondern von der Polizei festgelegt.

 

Die Demo ging mit mehreren Halts etwa eine halbe Stunde nur bis zum Beginn des Tiergartens, etwa 400 Meter vom Brandenburger Tor entfernt, und blieb dort eingekesselt stehen. Verschiedene Teilnehmer versuchten, über den Zaun und durch den Tierpark zur Straße des 17. Juni zu kommen, was aber nur Einzelnen gelang. Einige wurde festgesetzt, wie über Lautsprecher von der Demoleitung bekannt gegeben wurde. Es wurde auch bekannt gegeben, dass nur etwa 50 - 100 Querdenker am Brandenburger Tor zusammengekommen waren und keine Fahrrad- und Autokorsos stattfanden.

 

Ich fragte verschieden Polizisten, warum sie uns so reglementieren, anstatt gegen die Faschisten vorzugehen. Das dürften sie sich nicht gefallen lassen von ihrer Direktion, sagte ich. Wie abgesprochen kam die Antwort: „Dazu sagen wir nichts“. Am Tierpark löste sich die Demo nach und nach auf.

 

Ich sammelte bei der Aufstellung und am Tierpark innerhalb einer Dreiviertelstunde zehn Unterschriften für die Wahlzulassung der Internationalistischen Liste/MLPD zur Bundestagswahl in Berlin und verkaufte sechs Exemplare des Rote Fahne Magazins 6/21. Einige sogenannte MLPD-Gegner konnte ich ganz gut überzeugen, dass es bei dieser Unterschrift nicht in erster Linie um die MLPD geht, sondern um das demokratische Recht, sich zur Wahl zu stellen.

 

Außerdem überzeugte ich einige jüngere, dass es der MLPD gelungen ist, über 40 linke Organisationen zu einem Bündnis zusammenzuschließen, die gegen die Rechtsentwicklung der Regierung und das Auftreten der Faschisten gemeinsam auftreten. So wechselten auch sieben Kärtchen den Besitzer und ich sammelte 8,80 Euro Spende.