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Newroz piroz be – es lebe das Neujahrsfest!

1000 oder mehr Menschen füllten am Samstag den oberen Teil des Neuen Messplatzes in Mannheim, um das Neujahrsfest zu feiern. Gut geschützt brannte ein großes Feuer und erinnerte an die Sage um den besiegten menschenfressenden Diktator Dehak und die heutige Bedeutung des Kampfes gegen die Unterdrückung des Menschen durch den Menschen.

Korrespondenz
Newroz piroz be – es lebe das Neujahrsfest!
Ein großes Newroz-Feuer erinnerte an die Entstehungsgeschichte des Festes (rf-foto)

Dabei waren relativ große Delegationen von Bündnisorganisationen des Internationalistischen Bündnisses wie die ATIF, die ADHK, die Frauenorganisation Yeni Kadin und eine kleine Abordnung des MLPD-Kreises Rhein-Neckar. Teilgenommen haben mehrere kurdische Organisationen, die DKP, der kurdische Kulturverein Ludwigshafen-Mannheim, Delegationen der Linkspartei u.a.m. Mehrere Musikgruppen verwandelten den Abend in ein schönes, stimmungsvolles Fest. Dabei wurde auch mit Fahnenstangen als „Abstandshalter“ getanzt.

 

Die Grußworte von Linkspartei und MLPD-Kreis Rhein-Neckar prangerten die Unterdrückung des kurdischen Volkes an, forderten die sofortige Rücknahme des Verbotsantrages zur HDP (Demokratische Partei der Völker) in der Türkei und die Freilassung des PKK-Vorsitzenden Abdullah Öcalan sowie den sofortigen direkten Zugang seiner Anwälte, um den Gesundheitszustand zu überprüfen. Der Beitrag der MLPD spannte den Bogen vom Inhalt der Sage um die Entstehung von Newroz zur heutigen Situation des kurdischen und des palästinensischen Volkes und der Rechtsentwicklung in vielen Ländern der Welt sowie einer sehr ernstzunehmenden faschistischen Tendenz. Er betonte, dass das eine Reaktion auf den weltweiten fortschrittlichen Stimmungsumschwung sei und dass es darauf ankommt, diesen hauptsächlichen Pol in der gesellschaftlichen Polarisierung zu stärken: durch die Stärkung des Internationalistischen Bündnisses und beim Aufbau der internationalen antifaschistischen und antiimperialistischen Einheitsfront. Außerdem nahm er Bezug auf den 150. Jahrestag der Pariser Kommune und ihre Fortsetzung in den Arbeiter- und Soldatenräten der russischen Revolutionen und den Kommunen im sozialistischen China unter Mao Tsetung.

 

Er forderte die Anwesenden auch dazu auf, gemeinsam dafür einzutreten, einen befristeten konzentrierten Lockdown auf Kosten der Monopolprofite bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie durchzusetzen. Der große Beifall für dieses Grußwort zeigte, dass der Nerv getroffen wurde. Kurz danach wurde der Redner der MLPD um eine Stellungnahme für einen kurdischen Fernsehsender gebeten. Das aktuelle Rote Fahne Magazin war schnell ausverkauft. Auch ein Exemplar von „Katastrophenalarm!" wurde verkauft.

 

Auch in Darmstadt fand eine kraftvolle Newroz-Demonstration statt