Münster

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Tag der politischen Gefangenen

Am 18. März demonstrierten zahlreiche Menschen in Münster für die Freiheit aller politischen Gefangenen. Im Vorfeld wurden über 200 Flugblätter und die Verteilzeitung der Roten Hilfe verteilt sowie Plakate geklebt.

Von einem Korrespondenten
Tag der politischen Gefangenen
Impressionen aus Münster (rf-foto)

Es gab Redebeiträge zur Bedeutung der Pariser Kommune für unsere heutige politische Arbeit; zur Situation von palästinensischen Gefangenen, zu kurdischen Gefangenen in der Türkei, zu Gefangenschaft und Verfolgung von emanzipatorischen Bewegungen im Iran, zur Verfolgung von Aktivisten in Deutschland nach Paragraf 129b, die vor allem kurdische, aber auch Suryoye-Genossen (Aramäer, Anm. d. Red.) trifft. Stationen waren das türkische Generalkonsulat, die JVA und die Bundespolizei, allesamt Orte, von denen konkrete Repression ausgeht.

 

Vor der JVA wurde über die Verfolgung von antifaschistischen Genossen gesprochen und die Beteiligung von Geheimdienstlern aus dem Hitler-Faschismus in den ersten Jahren des Inlandsgeheimdienstes „Verfassungsschutz“ aufgezeigt. Vor der Bundespolizei hörten wir eine Grußbotschaft von Fabio V., der über die Bedeutung von Solidarität mit den inhaftierten Menschen sprach, außerdem wurde das in Nordrhein-Westfalen geplante Versammlungsgesetz auseinandergenommen.

 

An der Demo beteiligten sich unter anderem - auch mit Redebeiträgen - der Volksrat der Suryoye in Europa, Verein für politische Flüchtlinge, Aufbruch Münster, Perspektive Rojava, Samidoun Deutschland, Linksjugend Münster, SDS Münster, Unrast Verlagskollektiv, ROSA und DKGZ.