Flüchtlinge

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Schikanen gegen den Wunsch-Gelsenkirchener gehen weiter

Alassa Mfouapon aus Kamerun und Wunsch-Gelsenkirchener ist seit kurzem im 2. Lehrjahr seiner Ausbildung zum Mediengestalter.

Von Solidarität International Emscher-Lippe
Schikanen gegen den Wunsch-Gelsenkirchener gehen weiter
Alassa Mfouapon (rf-foto)

Parallel zu der Ausbildung besucht er in der Abendschule AIM-Bildung in Essen einen Deutschkurs in der Niveaustufe B2. "Wir beglückwünschen Alassa zu diesem Engagement, seine Zukunft in die eigene Hand zu nehmen. Wir beglückwünschen ihn aber vor allem für seinen Einsatz für die Flüchtlinge hier, nicht wie Menschen zweiter Klasse behandelt zu werden.“, so Marlies Schumann, Sprecherin der SI-Regionalgruppe Emscher-Lippe.

 

Alassa Mfouapon ist Bundessprecher des Freundeskreises Flüchtlingssolidarität in SI und ist für viele Flüchtlinge hier in Gelsenkirchen, aber auch bundesweit Ansprechpartner. So wenn es um Abschiebungen geht, oder wie in Bremen um Mütter, denen die Geburtsurkunde für ihre Kinder vorenthalten wird, oder wenn es um behördliche Schikanen bei den alltäglichen Lebensfragen von Flüchtlingen geht.

 

Der Freundeskreis hat sich im Rahmen dieser Arbeit auch von einer regionalen Gruppe zu einer bundesweit arbeitenden Organisation entwickelt. Dass dies bitter nötig ist, zeigen auch die immer neuen Schikanen gegenüber Alassa Mfouapon selbst. So darf er, obwohl er eine Ausbildung in Essen macht und in Gelsenkirchen zur Untermiete wohnt, seinen Wohnsitz in Bad Waldsee, ein Zimmer in einer Flüchtlingsunterkunft, nicht aufgeben und muss monatlich Miete bezahlen. Als Geschenk für das zweite Lehrjahr wurde ihm jetzt eine Mieterhöhung für dieses kaum genutzte Zimmer in Höhe von 100 Euro zugeschickt.

 

Alassa Mfouapon ist es ein großes Anliegen und ein Wunsch, seinen Wohnsitz in Bad Waldsee aufzugeben und Bürger von Gelsenkirchen zu werden.