Indonesien

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Skandalurteil gegen streikende Textilarbeiter von SBM-Sebumi

12 Milliarden Rp Schadensersatz hatte SBM-Sebumi in Bandung (Indonesien) von den Arbeitern verlangt - als Ausgleich für Proteste und Streiks. Jetzt verurteilte ein Gericht die Textilarbeiter zu 500 Mio. Rp (ca. 30.000 Euro) Schadensersatz mit der Begründung, dass diese Streiks angeblich gesetzwidrig waren. Die Arbeiter sagen, dass sie nicht grundlos gestreikt haben, weil SBM-Sebumi Arbeiterrechte angreift, u. a. durch willkürliche Lohnabzüge und weitere Gesetzesverstöße. Sie wollen gegen das Urteil klagen. Und der Bandung District Court (Gerichtshof in Bandung) verlangt 82,856 Mio. Rp ( ca. 4800 Euro) um eine erneute Klage überhaupt zuzulassen. Ein extreme Hürde um dieses Skandalurteil zur Kriminalisierung der Arbeiter durchzuboxen. Die Arbeiter und ihre Gewerkschaft protestiert gegen das Urteil und die Auflagen und rufen auf zur Solidarität.