Philippinen

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Gewerkschaftsführer Dandy Miguel mit acht Schüssen hingerichtet

Am 29. März in der Früh erreichte die Deutsch-Philippinischen Freunde e. V. (DPF) ein Dringlichkeitsappell des philippinischen Gewerkschaftsdachverbandes KMU.

Korrespondenz aus Heidelberg
Gewerkschaftsführer Dandy Miguel mit acht Schüssen hingerichtet
Dandy Miguel (foto: KMU)

Am Abend des 28. März wurde der Gewerkschaftsführer Dandy Miguel mit acht Schüssen in der Gemeinde Canlubang der Stadt Calamba hingerichtet. Miguel war Mitglied des nationalen Rates der KMU und Präsident des regionalen Ablegers der KMU, Pamantik, sowie Präsident der Fuji-Elektronik-Gewerkschaft LNMF-OLALIA-KMU.

 

Innerhalb von nur einem Monat ist er der zehnte Aktivist, der in der Region Süd-Tagalog kaltblütig hingerichtet wurde, was eine qualitative Verschärfung der Faschisierung des Staatsapparates darstellt. Vorausgegangen waren wie üblich Morddrohungen und Schikanen. Am 15. März hatte er auf einer Pressekonferenz zum Blutsonntag-Massaker Stellung bezogen. Jetzt wurde er selber zum Mordopfer.

Die KMU schlägt fünf Möglichkeiten vor, wie man aktiv werden kann, die von uns als DPF entsprechend unseren Möglichkeiten unterstützt werden:

  1. Erstellen von Stellungnahmen zur Verurteilung der Ermordung von Dandy Miguel und der fortgesetzten Angriffe auf Gewerkschafts- und Menschenrechte in den Philippinen.
  2. Briefe an den Obersten Gerichtshof und das Justizministerium mit der Aufforderung, das zu untersuchen.
  3. Petitionen an die philippinische Regierung mit der Aufforderung, die Fälle von Gewerkschafts- und Menschenrechtsverletzungen in den Philippinen durch eine hochrangig besetzte Kommission der ILO vor Ort untersuchen zu lassen.
  4. Aufforderung gegenüber den jeweiligen Regierungen, die Duterte-Administration dazu zu bringen, die Menschenrechte in den Philippinen anzuerkennen und die Unterstützung der antikommunistischen Organisation NTF-ELCAC zurückzuziehen.
  5. Finanzielle Unterstützung des juristischen und Kampagnen-Fonds für die Kampagne „Verteidigt unsere Gewerkschaften“.