Umwelt

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Andi Scheuer und sein technisch möglicher Mut

In der EU wird derzeit über eine Verschärfung von Kohlendioxid-Grenzwerten sowie eine neue Abgasnorm Euro 7 diskutiert. Grenzen und Normen für die Autoindustrie? Nix da!

lg

Doch Rettung naht: Daimlers Liebling, der Pleiten-Pech-und-Pannen-Andi (Scheuer) erhebt seine warnende Stimme: „Man soll mutig sein in den Vorgaben, aber den Grundsatz des technisch Möglichen im Blick haben." Immerhin hat der CSU-Aal doch noch Grundsätze! Doch dass diese ausgerechnet darin bestehen, die Grenzen des technisch Möglichen der deutschen Autoindustrie aufzuzeigen, verwundert. Heißt es in der Werbung nicht "Vorsprung durch Technik"? Immerhin fabulierte er im Februar noch davon, dass ab 2022 das autonome Fahren im öffentlichen Straßenverkehr beginne. Und nun soll die Verringerung von Kohlendioxid-Ausstoß und eine neue Abgasnorm deutsche Ingenieure vor eine unmögliche Aufgabe stellen?

 

Dass es vielleicht doch um etwas anderes geht, lässt sein nächster Satz erahnen: "Wir dürfen die Automobilindustrie in Europa nicht verlieren, weil sie sich sonst woanders niederlassen wird." Heißt das nicht viel mehr, dass es aus Scheuers Sicht im staatsmonopolistischen Europa nicht möglich sein darf, wenigstens geringfügige Umweltschutzmaßnahmen gegen die Diktatur der Monopole durchzusetzen? Was sagt uns das wiederum über die EU und wer in ihr das Sagen hat? Beruhigt kann Scheuer dahingehend sein, dass auch andere Imperialisten keine Umweltschutzauflagen wollen.