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Drohende Umweltkatastrophe in Florida

Wie Monopole den Umweltschutz mit Füßen treten, beweist eine drohende Umweltkatastrophe wegen eines undichten Abwasserbeckens im County Manatee in Florida.

Korrespondenz aus Bochum

Die Anlage befindet sich auf dem Areal einer ehemaligen stillgelegten Phosphatmine und Düngemittelfabrik. Die jetzige Betreibergesellschaft der stillgelegten Anlage, HRK Holdings, hat sich erwartungsgemäß nicht zu den Schäden am Abwasserbecken geäußert, obwohl Risse in einer Außenwand seit längerer Zeit bekannt sind.

 

Dieses mit Phospor und Stickstoff vergiftete Wasser würde bei einem endgültigen Dammbruch große besiedelte Gebiete mit einer ca. sechs Meter hohen Flutwelle überschwemmen und für verheerende Schäden sorgen. Hier zeigt sich deutlich der Einfluss des herrschenden internationalen Finanzkapitals auf die Politik. Anstatt die HRK für die drohende Umweltkatastrophe verantwortlich zu machen und das Unternehmen zu verpflichten, sämtliche Kosten der Evakuierung und der Vermeidung der Umweltkatastrophe zu tragen, wird lediglich vor einer Überdüngung des Meeres gewarnt, wo das abgepumpte Abwasser jetzt "kontrolliert" eingeleitet wird.

 

Buchstäblich werden die Altlasten jetzt auf die Bevölkerung abgewälzt. Im Sinne der Konzerne gibt es für sie in fast allen Staaten der USA kaum Umweltauflagen, denn diese würden den Profit der Unternehmen schmälern. Rettungskräfte und Nationalgarde pumpten in Piney Point täglich 125 Millionen Liter Abwasser aus dem Becken ab. Bei einer Überschwemmung könnte Abwasser auch in Speicher laufen, in denen Phosphorgips gelagert wird. Phosphorgips gilt wegen seines Gehalts an Radon-Isotopen als radioaktiv. Außerdem enthält es giftige Metalle wie Arsen, Blei und Quecksilber.

 

Die Manager der HRK Holding gehören sofort in die oberen Etagen des auch teilevakuierten Gefängnisses in der Nähe der Abwasseranlage!