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Der Hunger grassiert in einem der reichsten Länder der Welt

Immer mehr Menschen stürzen in Verbindung mit der Wirtschaftskrise in den USA in die Verelendung. In einem der reichsten Länder der Erde, das jedes Jahr einen Nahrungsmittelüberschuss produziert, breitet sich der Hunger aus.

Korrespondenz

55 Millionen Menschen haben nach einer Studie der Think-Tank Brookings Institution in den USA nicht regelmäßig Zugang zu Essen.

 

Linksreformistische Kräfte wie Bernie Sanders orientieren nun auf das von der Biden-Regierung vorgelegte Krisenprogramm zur „Linderung der Not“. Als Teil des American Rescue Plan von 1.9 Billionen Dollar, der vor allem die marode US Infrastruktur erneuern soll, wurde von der Demokratischen Partei der „Build Green Infrastructure and Jobs Act“ vorgelegt. Der Plan sieht Investitionen von 500 Milliarden Dollar in zehn Jahren vor. Er soll Arbeitsplätze schaffen und sichern, in dem z. B. das gesamte öffentliche Verkehrssystem auf Elektromobilität umgestellt werden soll.

 

Auch wenn einzelne Zugeständnisse an die Massen diskutiert werden, ändert es nichts an der Massenarmut in den USA. Es zielt vor allem darauf ab, die fortschrittliche und klassenkämpferische Stimmung, die sich in den USA unter den Arbeitern und in der Volksbewegung entwickelt hat, zu zersetzen.

 

Das ist notwendig, um das wichtigste strategische Ziel der Biden-Regierung zu erreichen: Die Vormachtstellung des US-Imperialismus in der Welt gegen neu aufstrebende Imperialisten wie China zu sichern und wieder auszubauen. Dies wird deutlich im Haushaltsplan 2022, der vergangene Woche von US Präsident Biden vorgelegt wurde. Er fordert 715 Milliarden Dollar für Militärausgaben, das sind 11 Milliarden mehr als in Trumps letztem Haushaltsplan. Die revolutionäre Organisation Party for Socialism and Liberation (PSL) schreibt, dass die wahren Ausgaben bei 1 Billion liegen. 50 Mitglieder der Demokratischen Partei im Repräsentantenhaus hatten in März eine Kürzung um 10 Prozent (!) gefordert. Die PSL kommentiert am 12. April auf ihrer Homepage: „Forget cuts!“