Parteitag der AfD

Parteitag der AfD

Nicht normal!

Die AfD hat auf ihrem Parteitag in Dresden den Slogan in die Welt gesetzt: „Deutschland, aber normal“.

Von fh
Nicht normal!
Das Internationalistische Bündnis und die MLPD sagen "Nein" zur AfD - der Wegbereiterin des Faschismus in Deutschland (rf-foto)

Damit will man sich bieder geben und das völkische und faschistoide bis faschistische Gedankengut, das sich in der AfD als Wegbereiterin des Faschismus immer mehr breit macht, als "normal" abtun.

 

Die 570 Delegierten des AfD-Parteitags in Dresden hatten Mühe, die Messehalle zu erreichen, weil es Blockaden von Gegendemonstranten gab. Das Wahlprogramm für die Bundestagswahl zu beschließen stand im Zentrum. Der Entwurf war garniert mit Seitenhieben gegen die regierenden Politiker; sein Grundgehalt ist stinkreaktionär. Von Leugnung der Klimakrise über offenen Rassismus, die Aufrüstung der Bundeswehr, die Ausgrenzung homosexueller Paare bis zur Strafmündigkeit für Kinder ab zwölf Jahren – auf der ganzen Bandbreite ein Programm faschistoider Scharfmacher. Arbeiterrechte, Mieterrechte, gar Gleichstellung von Frauen – das ganze „linksgrün versiffte Gedöns“ war ausgespart. Was eben die AfD so unter „normal“ versteht.

 

Aber da geht noch was, dachten sich die Delegierten und ganz besonders der Delegierte und Faschist Björn Höcke, der ständig ans Mikrofon drängte. Und so wurde eine ganze Serie von Anträgen beschlossen, die das Programm nun offen faschistoid werden ließen:

  • Mit der Ablehnung der Maskenpflicht bekennt sich die AfD zu den rücksichtslos egoistischen „Querdenkern“.
  • Mit einem Beschluss zur militärischen Tradition mit den soldatischen Tugenden von „Ehre, Treue, Kameradschaft und Tapferkeit“ sowie „Korpsgeist“ bekennt sich die AfD ungebrochen auch zur faschistischen Wehrmacht.
  • Mit der grundsätzlichen Ablehnung des Familiennachzugs für Flüchtlinge wird deutlich, dass für die AfD nur heterosexuelle Deutsche ein Recht auf Familie haben, dass Flüchtlinge für sie Menschen zweiter Klasse sind.
  • Mit der recycelten CDU-Parole „Freiheit statt Sozialismus“ wurde der Antikommunismus als Leitlinie der AfD zelebriert. Dabei mussten die Grünen als Pappkamerad herhalten, die mit Sozialismus nun wirklich nichts zu tun haben, damit sich die AfD als „Partei der Freiheit“ aufblasen kann. Freiheit bedeutet nach Definition der beschlossenen Corona-Resolution, den Menschen selbst zu überlassen, „in welchem Maße sie sich selbst schützen möchten.“ Davon, dass man mit Masken vor allem andere schützt, war keine Rede mehr. „Freiheit“ auf „Querdenker“-Art eben.

 

Für 90 Prozent der Menschen ist es „normal“, Masken zu tragen und solidarisch zu sein. Rücksichtsloser Egoismus, Rassismus, Militarismus und Frauenfeindlichkeit ist dagegen nicht „normal“! Der Parteitag hat auch deutlich vor Augen geführt, wie sehr die AfD von dem faschistischen Flügel um Björn Höcke dirigiert wird. Der AfD als Wegbereiterin des Faschismus gilt es entschlossen entgegenzutreten und ihre Demagogie zu entlarven.